DAX +0,68 % 25.534,53 Pkt 13:54:07 MDAX +0,98 % 32.420,35 Pkt 13:54:07 Euro Stoxx 50 -0,31 % 6.269,91 Pkt 13:54:00 Dow Jones +1,03 % 52.747,32 Pkt 23:10:23 S&P 500 +0,21 % 7.428,78 Pkt 23:10:14 Nasdaq -0,22 % 24.876,91 Pkt 23:15:59 Nikkei -1,49 % 61.434,19 Pkt 08:45:03 Gold +1,36 % 4.091,30 USD 13:59:03 Silber +0,97 % 57,85 USD 13:58:58 Brent +4,61 % 87,97 USD 13:58:07 WTI +4,31 % 82,68 USD 13:59:05 Bitcoin +0,76 % 64.355,99 USD 14:09:04 EUR/USD +0,12 % 1,13830 USD 14:08:20 EUR/GBP +0,12 % 0,85640 GBP 14:09:06 EUR/CHF +0,18 % 0,93310 CHF 14:09:06 EUR/JPY +0,04 % 186,262 JPY 14:09:06

BMW will rund 8.000 Jobs abbauen

Wirtschaft

BMW will bis Ende 2027 bis zu 8.000 Jobs abbauen. Der Stellenabbau soll übereinstimmenden Medienberichten zufolge über natürliche Fluktuation sowie ein Abfindungsprogramm auf freiwilliger Basis in Deutschland erfolgen. Betroffen sind demnach Bürojobs und nicht die Produktion. Das Programm, das laut den Angaben aus Unternehmenskreisen weitgehend mit den Arbeitnehmervertretern ausgehandelt ist, wird den Konzern voraussichtlich einen dreistelligen Millionenbetrag kosten, auch wenn dies derzeit noch schwer abzuschätzen sei. Es komme darauf an, wie viele Beschäftigte die Abfindung nähmen. Weltweit beschäftigt BMW etwa 154.000 Menschen. Da mehr als die Hälfte davon in Deutschland tätig ist und hier auch das Abfindungsprogramm aufgelegt wird, ist es wahrscheinlich, dass am Ende eine beträchtliche Zahl der abgebauten Stellen auf Deutschland entfällt. Erste Abgänge noch in diesem Jahr erwartet Wie AFP weiter berichtet, werden die ersten Abgänge noch in diesem Jahr erwartet. Im kommenden Jahr solle das Abfindungsprogramm dann Fahrt aufnehmen und sich 2028 bereits positiv in den Kennzahlen niederschlagen. Bereits seit Mitte des Monats wird spekuliert, dass BMW ein Stellenabbauprogramm bevorsteht. Lange war BMW der letzte große deutsche Autohersteller, der ohne umfangreiches Sparprogramm auskam. Volkswagen, Mercedes, Audi, Porsche - alle hatten schon im vergangenen Jahr Stellenstreichungen angekündigt, teilweise in weit höherem Umfang. So standen beim größten deutschen und europäischen Autokonzern, Volkswagen, bis zu 100.000 Stellenstreichungen und mehrere Werksschließungen im Raum. Bei Mercedes-Benz läuft ebenfalls ein Abfindungsprogramm. BMW galt lange als am widerstandsfähigsten, doch im vergangenen Monat gab der Münchener Konzern eine Gewinnwarnung wegen eines Absatzeinbruchs in China aus. Die Verkäufe im größten Automobilmarkt der Welt entwickelten sich demnach noch schlechter als gedacht. Kein beispielloser Schritt Ein Rückgang der Belegschaft bei BMW hatte schon vor dem jetzt angekündigten Abbau eingesetzt: Von Mitte 2025 bis Mitte 2026 sank die Zahl der Mitarbeitenden bereits um rund 2.000. Und auch die Jahresprognose für 2026 hatte einen leichten Rückgang vorgesehen. Beispiellos ist der Jobabbau bei BMW nicht: Anfang 2008 hatte der damalige Konzernchef Norbert Reithofer einen Abbau in ähnlicher Dimension angekündigt. Bis Ende 2010 schrumpfte die Belegschaft dann sogar um mehr als 10.000 - auf damals 95.000. Danach ging es allerdings wieder steil nach oben. Dass das wieder gelingen wird, ist angesichts der aktuellen Prognosen für die deutsche Autoindustrie eher unwahrscheinlich. Wie es finanziell um BMW steht, will der Konzern morgen erklären: Dann werden die Halbjahreszahlen vorgelegt. IG Metall reagiert zurückhaltend Die IG Metall Bayern reagierte relativ zurückhaltend auf den Stellenabbau: "BMW reagiert jetzt auf den wegbrechenden Markt in China und arbeitet parallel daran, die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Standorte zu stärken", sagte Bezirksleiter Horst Ott. Zudem betonte er, dass der Abbau "mit den Instrumenten der Betriebsparteien" geschehe und tarifvertragliche Regelungen nicht zur Disposition stünden.

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