DAX +0,74 % 26.319,45 Pkt 18:00:00 MDAX -0,06 % 32.407,20 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,33 % 6.523,86 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,57 % 54.036,93 Pkt 22:50:36 S&P 500 +0,44 % 7.757,64 Pkt 22:50:24 Nasdaq +1,24 % 26.690,62 Pkt 23:15:59 Nikkei -0,12 % 65.606,71 Pkt 08:45:02 Gold +3,72 % 4.399,70 USD 22:59:55 Silber +3,35 % 63,50 USD 22:59:56 Brent +1,29 % 83,55 USD 22:59:58 WTI +1,15 % 78,18 USD 22:59:59 Bitcoin -0,16 % 64.804,27 USD 04:06:18 EUR/USD +0,04 % 1,15620 USD 23:29:57 EUR/GBP -0,15 % 0,85670 GBP 23:29:57 EUR/CHF +0,13 % 0,93350 CHF 23:29:57 EUR/JPY +0,13 % 182,378 JPY 23:29:57

BMW zeigt Solar-Prototyp

Technologie

Startseite Welt Kurioser Solar-Stromer mit BMW-Beteiligung: Er soll mehr Energie erzeugen, als er verbraucht Von: Sebastian Oppenheimer Uns auf Google folgen Die Optik: ungewöhnlich. Die Fähigkeiten: vielversprechend. Studierende haben gemeinsam mit BMW einen E-Auto-Prototyp entwickelt, der mehr Energie erzeugen soll, als er verbraucht. Greenville (USA) – Auf den ersten Blick sieht es ein wenig aus wie eine moderne Bronze-Skulptur. Als ob ein Künstler einen überdimensionalen Schuh im Minecraft-Design erschaffen hätte. Doch: Es handelt sich tatsächlich um ein Auto, das fahren kann. Die eigenwillige Form des Deep Orange 17 folgt einer spannenden Forschungsfrage: Kann ein Elektroauto im Alltag mehr Energie erzeugen, als es verbraucht? Hinter dem im Herbst 2024 gestarteten Projekt stehen Studierende der Clemson University im US-Bundesstaat South Carolina. BMW hat die Entwicklung angestoßen, begleitet sie mit seinem Forschungs- und Entwicklungsteam und ist Hauptsponsor des Projekts. Der Deep Orange 17 ist kein neues BMW-Serienmodell, sondern ein fahrbereiter Prototyp. Deep Orange 17: Solarzellen nicht nur auf dem Dach Mehr als 1700 Solarzellen sind in die Außenhaut des Fahrzeugs integriert. Sie sollen nicht nur auf dem Dach, sondern auf verschiedenen Karosserieflächen Sonnenlicht sammeln – während das Auto fährt und während es parkt. Die Solarzellen sind kein Zusatzmodul, sondern Bestandteil des Konzepts. Entwickelt wurden die Solarmodule in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE. Sie nutzen eine Technik, die auch bei teilweiser Verschattung weiterhin Strom erzeugt, und werden durch eine robuste Außenfolie geschützt. Für einen täglichen Arbeitsweg von rund 20 Kilometern simulierte das Team die Bedingungen in den Städten Greenville, Frankfurt, Madrid und Mumbai. Im Durchschnitt soll der Prototyp dabei 50 Kilometer zusätzliche Reichweite durch Sonnenenergie gewinnen können. Das bedeutet nicht, dass sich das Fahrzeug vollständig unabhängig vom Stromnetz bewegt. Ein echtes Leichtgewicht – die Form wurde von einem Fisch inspiriert Damit die Rechnung aufgeht, reicht Solarstrom allein nicht aus. Der Deep Orange 17 wiegt lediglich 550 Kilogramm – ungefähr ein Viertel dessen, was viele ähnlich große Serienfahrzeuge auf die Waage bringen. Leichtbau, Aerodynamik, Rekuperation und eine optimierte Kraftverteilung sollen den Energieverbrauch möglichst niedrig halten. Laut den Entwicklern ist die Form von den aerodynamischen Eigenschaften des Kofferfischs inspiriert. Sion scheiterte mit einem Elektro-Solarauto Die Idee eines „E-Solarautos“ ist nicht ganz neu, die Umsetzung bleibt jedoch schwierig. Das zeigte auch Sono Motors aus München mit dem Sion. Das Start-up wollte ein erschwingliches Elektroauto mit in die Karosserie integrierten Solarzellen bauen, gab das Fahrzeugprojekt aber 2023 auf. Später stellte das Unternehmen den Betrieb ein und meldete Insolvenz an. Der Sion kam nie in Serie. Der Clemson-Prototyp verspricht daher aktuell kein Solarauto für den Massenmarkt. Er ist hauptsächlich ein Experiment – eines, das mit seiner kuriosen Hülle auffällt, aber vor allem mit einer ernsthaften Botschaft: Künftige Elektroautos könnten nicht nur Strom verbrauchen, sondern im Alltag auch einen Teil ihrer Energie selbst erzeugen. Öffentlich gezeigt werden soll der ungewöhnliche Stromer auf der Consumer Electronics Show 2027 in Las Vegas. (Quellen: BMW Group USA, Clemson University) (sop)

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