Bodö/Glimt schraubt am nächsten Champions-League-Märchen
Für Bodö erzielte Sondre Fet in der 25. Minute die 1:0-Führung, in der 44. Minute traf Andreas Helmersen von Elfmeterpunkt zum 2:0. Den dritten Treffer besorgte der aufgerückte Linksverteidiger Haitam Aleesami fünf Minuten nach Beginn der zweiten Hälfte, für Nijmegen verkürzte Clement Bischoff in der 85. Minute. Triumphe gegen ManCity, Inter und Atlético Der Fußballzwerg vom Polarkreis hatte in der vergangenen Saison eine Reihe von unfassbaren Auftritten in der Königsklasse hingelegt. Bodö/Glimt luchste in der Ligaphase unter anderem Tottenham Hotspur und Borussia Dortmund Punkte ab und schlug sensationell Manchester City und Atlético Madrid. Noch wilder wurde es in den anschließenden Playoffs für die K.o.-Phase, als Bodö/Glimt beide Partie gegen den Vorjahrsfinalisten Inter Mailand gewann. Beim Achtelfinal-Hinspiel gegen Sporting Lissabon schien das Fußballwunder mit dem 3:0 im Hinspiel sogar noch weiterzugehen. Im Rückspiel spielten dann aber die Nerven nicht mehr mit und die Norweger verloren 0:5 nach Verlängerung. Letexier kassiert Elfmeter wieder ein Nun hat die kleine Hafenstadt von der Westküste Nord-Norwegens die Chance, auch in der bevorstehenden Saison wieder Europa aufzumischen - wenn sie im Rückspiel ähnlich stabil und konterstark auftritt. In der 12. Minute zeigte Schiedsrichter Francois Letexier bereits auf den Elfmeterpunkt, weil NEC-Verteidiger Brayann Pereira den Ball im eigenen Strafraum mit der Hand gespielt hatte. Der Videobeweis ergab aber, dass zuvor auch Jens-Peter Hauge die Kugel mit dem Arm mitgenommen hatte - deshalb wurde der Strafstoß wieder einkassiert. Bodö blieb am Drücker, hatte durch Andreas Helmersen nach Flanke von Ole Blomberg eine große Kopfballchance (17.), die Nijmegen-Keeper Gonzalo Crettaz aber entschärfte. Die Niederländer waren nur bei zwei Distanzschüssen von Kapitän Tjaronn Chery gefährlich (22./31.), hatten aber Probleme in der Konterabsicherung. Die nutzte der norwegische Tabellenführer (aktuell einen Punkt vor Meister Viking Stavanger) zur Führung: Hauge setzte sich auf engem Raum gegen vier Niederländer durch, bediente perfekt Sondre Fet, der flach unten links vollstreckte. Fet und Aleesami legen nach Kurz vor der Pause zeigte Letexier dann erneut auf den Elfmeterpunkt. Das Vergehen von Tobias Storm, der seinen Gegenspieler Blomberg erst gegen den Knöchel trat und dann noch am Trikot festhielt, war so klar, dass diesmal der VAR nicht einzuschreiten brauchte: Andreas Helmersen verwandelte sicher. Nach dem Wechsel machte Bodö sofort Druck auf den dritten Treffer, aber Helmerson und Blomberg vergaben gute Möglichkeiten. Als Haitam Aleesami in der 50. Minute aber zum 3:0 einköpfte, war die Sache entschieden. Nijmegen um Ex-Ajax-Superstar Dusan Tadic versuchte zwar nochmal alles, war aber vor allem im letzten Drittel des Spielfeldes viel zu harmlos und damit meilenweit entfdernt von Champions-League-Niveau. Gefahr erst in der Schlussphase Erst in der Schlussphase, als die Gastgeber auf hohe Bälle setzten, wurde es für Bodö gefährlich: Nach Vorarbeit von Tadic traf Bischoff zum 1:3, danach gab es noch mehrere Chancen für Nijmegen, das Ergebnis etwas hoffnungsvoller zu gestalten - die größte vergab Kevin Kers mit einem Kopfball an den rechten Pfosten (89.).