Boeing 737 Max: Boeing entdeckt neuen Softwarefehler bei 737 Max
Boeing hat einen neuen Softwarefehler bei seinem weitverbreiteten Modell 737 Max gefunden. Das Problem kann dem Konzern zufolge bei einigen Maschinen dazu führen, dass die automatisierte Landenavigation zunächst nicht vollständig zur Verfügung steht, wenn die Besatzung zuvor einen Landeversuch abgebrochen hat. Piloten seien aber dazu ausgebildet, Maschinen auch ohne diese Funktion zu landen, teilte Boeing mit. Sie könne zudem mit einer Reihe von Schritten wieder aktiviert werden.
Das Unternehmen wurde laut Recherchen des Wall Street Journal im November 2024 auf den Fehler hingewiesen. Zunächst habe es aber danach ausgesehen, dass das Problem nicht die Voraussetzungen für eine sicherheitstechnische Überprüfung erfülle. Diese sei nun im September eingeleitet worden.
Bisher ist unklar, wie viele der mehr als 2.000 ausgelieferten 737-Max-Maschinen betroffen sind. Das Unternehmen habe alle Fluggesellschaften, bei denen das Modell im Einsatz ist, im August über den neuen Softwarefehler informiert, sagte ein Sprecher. Dabei habe es geheißen, er stelle kein Sicherheitsrisiko dar, schrieb das Wall Street Journal. Ingenieure arbeiteten außerdem an einer dauerhaften Lösung. Der Zeitung zufolge wollen die US-Airlines Southwest und United Boeing keine Maschinen mit dem Softwarefehler abnehmen. Die US-Luftfahrtaufsicht FAA prüfe das Problem.
Boeing steht seit mehreren Jahren unter strenger Beobachtung von Aufsichtsbehörden. Bei Abstürzen zweier Flugzeuge des Modelltyps im Oktober 2018 und März 2019 waren 346 Menschen gestorben. Zentraler Auslöser war eine Assistenzsoftware, die unter bestimmten Umständen zu stark in die Steuerung eingriff. Im Januar 2024 brach im Steigflug außerdem ein Rumpfteil aus einer fast neuen 737-Maschine.