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Boeing 777 von Swiss setzt mitten über dem Atlantik Notruf ab und landet auf den Azoren

Welt

Eine Boeing 777 von Swiss auf dem Weg von Chicago nach Zürich rief über dem Atlantik einen Notfall aus und ämnderte den Kurs. Statt in der Schweiz landete die HB-JNF auf den Azoren. Nun ist klar, was der Grund dafür war.

Die Boeing 777 von Swiss befand sich gerade mitten über dem Atlantik. Das Flugzeug mit dem Kennzeichen HB-JNF kam als Flug LX9 aus Chicago und sollte die 222 Reisenden und 16 Crewmitglieder eigentlich nach Zürich bringen. Doch irgendetwas stimmte offenbar nicht an Bord. Die Crew sandte über dem Meer den Transpondercode 7700 ab. Um 8:30 Mitteleuropäischer Zeit landete das Flugzeug schließlich auf der Base Aérea das Lajes oder Base Aérea, einem Militärflugplatz in Terceira auf den Azoren, der auch zivil genutzt wird.

Ein Sprecher von Swiss bestätigt aeroTELEGRAPH, dass die Boeing 777-300 ER eine Ausweichlandung durchführen musste. Weitere Details gab es noch nicht. Kurz darauf erklärte Swiss-Operativchef Oliver Buchhofer aber gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone SDA, es habe an Bord einen chemischen Geruch gegeben.

Der von der Crew abgesandte Transpondercode 7700 signalisiert der Flugsicherung einen allgemeinen Notfall an Bord eines Flugzeugs. Das kann zum Beispiel bei Triebwerksproblemen, Feuer/Rauch, medizinischen Notfällen, Druckverlust oder anderen ernsten technischen Problemen passieren.

Sobald die Crew den Code einstellt, wird das Flugzeug im Flugsicherungssystem entsprechend als Notfall erkannt und erhält besondere Aufmerksamkeit. Parallel informiert die Besatzung die Fluglotsinnen und -lotsen per Funk über die Situation, sofern dies möglich ist. Die Flugsicherung gibt dem betroffenen Flugzeug in der Regel höchste Priorität und kann andere Flieger aus dem Weg führen oder einen direkten Kurs zu einem geeigneten Flughafen ermöglichen.

Dort können vorsorglich Feuerwehr und Rettungskräfte bereitstehen. Ein 7700-Code bedeutet allerdings nicht automatisch akute Gefahr, er kann auch vorsorglich bei technischen oder medizinischen Problemen gesetzt werden. Bei Flugverfolgungsdiensten ist zu sehen, dass das Flugzeug nach der Landung die Piste entlang rollte und nun geparkt ist.

Ebenso ist zu erkennen, dass nach aktuellem Stand der Start der Boeing 777 in Richtung Zürich um 11:45 geplant ist. Das könnte darauf hindeuten, dass es kein größeres technisches Problem mit dem Flugzeug gibt. Laut Swiss-Operativchef Buchhofer plant die Airline allerdings, die Reisenden mit einem anderen Flugzeug von den Azoren heimzufliegen. Noch am Dienstagabend sollen sie in Zürich eintreffen.

Das ist ein laufendes Ereignis. Der Artikel wird laufend aktualisiert.

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