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Boeing: Softwareproblem verzögert Zulassung neuer Flugzeugvariante

Wirtschaft

Der neue Softwarefehler bei Boeings 737 Max verzögert die Zulassung der größten Modellvariante des weit verbreiteten Flugzeugs weiter. Die US-Luftfahrtaufsicht FAA wolle über die Zertifizierung der 737 Max 10 erst nach einer Bewertung des neu bekanntgewordenen Problems entscheiden, sagte Behördenchef Bryan Bedford vor Journalisten. Das berichtet der Finanzdienst Bloomberg.

Die bereits um Jahre verzögerte Zulassung der 737 Max 10 war früheren Medienberichten zufolge für die kommenden Wochen erwartet worden. Boeing hat für die Maschine mit bis zu 230 Sitzen mehr als 1500 Bestellungen – sie ist damit sehr wichtig für den US-Konzern im Wettbewerb mit dem europäischen Erzrivalen Airbus.

Boeing betonte, dass Piloten ausgebildet seien, Maschinen auch ohne Automatisierung zu landen – und das System mit einer Serie von Schritten wieder aktiviert werden könne. Man arbeite daran, das Problem mit einem Softwareupdate dauerhaft zu lösen. Bisher ist unklar, wie viele der mehr als 2000 ausgelieferten 737-Max-Maschinen den Fehler haben.

Dem »Wall Street Journal« zufolge wurde Boeing erstmals im November 2024 vom Betreiber der 737 Max auf den Fehler hingewiesen. Der Fehler gehe auf ein Softwareupdate zurück, schrieb die Zeitung.

Flugzeugtyp mit Vorgeschichte

Die 737 Max ist der Modelltyp, der den Konzern in seine schwerste Krise brachte. Mit deren Folgen hat Boeing noch immer zu kämpfen. Bei zwei tödlichen Abstürzen im Oktober 2018 und März 2019 waren 346 Menschen ums Leben gekommen.

Zentraler Auslöser war eine Assistenzsoftware, die die Piloten unterstützen sollte, aber unter bestimmten Umständen zu stark in die Steuerung eingriff. Mitarbeiter des Flugzeugbauers hatten bei der Zertifizierung der 737 Max durch US-Behörden spezielle Schulungen für die Software für unnötig erklärt. Boeing musste die Produktion der 737 Max aussetzen – sie ist immer noch reduziert.

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