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Bolivien: Forscher entdecken neue Katzenart "Leopardus tilcayo"

Welt

Forscher haben in den Wäldern von Bolivien eine bisher unbekannte Katzenart entdeckt. Die kleine Wildkatze gehört demnach zur Gruppe der sogenannten Tigerkatzen, die in weiten Teilen Südamerikas verbreitet sind. Anhand genetischer Daten ließ sich bestätigen, dass es sich um eine neue Art handelt.

Die Entdecker gaben der Katze den wissenschaftlichen Namen "Leopardus tilcayo". Es ist dem Bericht zufolge das erste Mal seit mehr als einem Jahrhundert, dass eine neue lebende Katzenart formal benannt und beschrieben wurde.

Kleiner als eine Hauskatze

Die Forscher veröffentlichten ihre bisherigen Erkenntnisse in der Fachzeitschrift Current Biology. Die Katze ist demnach etwa 46 Zentimeter lang und wiegt ungefähr 1,4 Kilogramm - damit ist sie kleiner als eine durchschnittliche Hauskatze. Das Fell des Tieres ist den Angaben zufolge hellbraun, mit unregelmäßig geformten Flecken am ganzen Körper. Über die Biologie und Lebensweise der Katze ist noch wenig bekannt. Erste Kameraaufzeichnungen deuten offenbar daraufhin, dass sie eher nachtaktiv sein könnte.

Die Forscher verwiesen im Zusammenhang mit ihrer Entdeckung auch auf den bedrohten Lebensraum des Tieres. Die Bergwälder seien durch Abholzung, Landwirtschaft, Rodung und Bergbau zunehmend unter Druck, hieß es. Wiederaufforstung nach Bränden, der Schutz der Wälder und Erhalt der Lebensräume hätten deshalb dringende Priorität.

Bedrohter Lebensraum

"Der Öffentlichkeit zu zeigen, dass selbst in einer so bekannten Tiergruppe wie den Katzen noch immer neue Arten zu entdecken sind, kann eine wichtige Botschaft vermitteln", sagte Eduardo Eizirik, Evolutionsbiologe und leitender Autor der Studie.

Es gebe auf der Welt noch viele unbekannte Arten, sagte er - aber auch das Risiko, dass diese verschwinden, bevor sie entdeckt würden.

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