Bombe in Müssen geborgen: Bahnstrecke Hamburg-Berlin wieder frei
Stand: 27.10.2026 12:24 Uhr
In Müssen ist am Morgen eine Bombe gefunden worden. Der Bahnverkehr zwischen Hamburg und Berlin sowie Schwerin war unterbrochen - die Sperrung ist nun aber aufgehoben. Anwohner mussten zwischenzeitlich ihre Wohnungen verlassen.
Entdeckt wurde der verdächtige Gegenstand gegen 8.40 Uhr im Bereich einer Baustelle am Bahnhof Müssen, so die Polizei. Zu Beginn war es nur der Verdacht, es könnte sich um einen Sprengkopf handeln. Der Kampfmittelräumdienst, der aus Kiel kam, bestätigte den Verdacht nach Sichtung des Gegenstandes.
ICE-Strecke Hamburg-Berlin war gesperrt
Betroffen waren laut der Infoseite der Bahn die Verbindungen Hamburg-Schwerin und der Fernverkehr Hamburg-Berlin sowie der RE1 zwischen Hamburg und Büchen. Ein Ersatzverkehr wurde eingerichtet. Nun gab die Polizei bekannt, dass die Zugstrecken wieder freigegeben sind. Fahrgäste sollen sich laut Bahn vor Fahrtantritt informieren, ob ihre Verbindung tatsächlich fährt.
Es handelte sich nach Angaben des Kampfmittelräumdienstes um einen Sprengkopf der Klasse SAP 60. Solche historischen Sprengköpfe hatte die britische Armee im Zweiten Weltkrieg verwendet. "Da Zünder und Sprengstoff noch vorhanden waren, wurde der Sprengkopf geborgen und wird nun vom Kampfmittelräumdienst in geeigneter Weise unscharf gemacht", teilte die Polizei Ratzeburg gegen Mittag mit. Für die Bevölkerung gilt Entwarnung.
Aufgrund dieses Fundes mussten Anwohnerinnen und Anwohner der Bergstraße und Bahnhofstraße in Müssen (Kreis Herzogtum Lauenburg) am Morgen spontan ihre Haushalte verlassen. Auch einige Gebäude im näheren Umfeld wurden evakuiert. Wie viele Anwohnerinnen und Anwohner von den Maßnahmen betroffen waren, konnte die Polizei nicht sagen. Inzwischen können alle wieder in ihre Wohnungen und Häuser zurückkehren.