DAX +0,44 % 25.818,21 Pkt 18:00:00 MDAX +0,15 % 30.472,32 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -1,22 % 6.131,31 Pkt 18:00:00 Dow Jones -1,34 % 51.770,31 Pkt 21:47:53 S&P 500 -2,12 % 7.580,07 Pkt 21:47:43 Nasdaq -4,19 % 25.437,00 Pkt 22:15:59 Nikkei -2,12 % 63.290,11 Pkt 07:45:03 Gold -3,63 % 3.884,90 USD 21:59:59 Silber -5,86 % 49,14 USD 21:59:59 Brent -2,22 % 112,33 USD 21:59:57 WTI +0,93 % 102,95 USD 21:59:59 Bitcoin -1,40 % 76.689,12 USD 22:32:27 EUR/USD +0,09 % 1,11660 USD 22:29:43 EUR/GBP -0,44 % 0,83320 GBP 22:26:43 EUR/CHF -0,37 % 0,92020 CHF 22:28:43 EUR/JPY -0,14 % 175,816 JPY 22:28:43

Bonn: 60 Straßenbahnen weiterhin stillgelegt - Aufsichtsrat verliert die Geduld

Nation

In Bonn geht das Schreckensschauspiel um die Stadtbahn weiter. Mehr als sieben Wochen nach der Stilllegung der 60 B-Wagen ist deren Rückkehr in den regulären Betrieb bislang nicht öffentlich bestätigt. Für die Fahrgäste bleiben erhebliche Ausfälle und Ersatzverkehr.

Auslöser der Stilllegung waren Sicherheitsprobleme, die bei einer technischen Bestandsaufnahme auffielen. Nach Angaben der Stadtwerke steckten in einigen Wagen aus den achtziger Jahren noch Radsatzwellen aus den siebziger Jahren – ihre geplante Einsatzdauer war überschritten. Hinzu kamen Dokumentationslücken bei wichtigen Bauteilverbindungen, nicht originale Getriebeteile und hoher Verschleiß an Bremseinheiten.

Deshalb wurden vorsorglich alle 60 betroffenen Stadtbahnwagen aus dem Verkehr genommen. Vor ihrer Rückkehr muss der sichere Betrieb durch zusätzliche Prüfungen nachgewiesen werden.

Inzwischen verlieren auch die Aufsichtsräte die Geduld. Sie verlangen von Geschäftsführerin Anja Wenmakers binnen zwei Wochen einen belastbaren Plan: mit konkreten Schritten, klaren Zuständigkeiten und einem verbindlichen Zeitplan. Aufsichtsratschef David Lutz erklärt: „Unsere Geduld ist weitgehend aufgebraucht.“

Eine externe Untersuchung soll zudem klären, wer wann welche Verantwortung getragen hat. Sollten sich gravierende Versäumnisse oder Pflichtverletzungen bestätigen, sind ausdrücklich auch personelle Konsequenzen möglich.

Nach fast zwei Monaten Stadtbahnkrise wird damit zunächst ein verlässlicher Plan für die Rückkehr verlangt. Die Fahrgäste warten weiter auf die Fahrzeuge.

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