Bootsunglück in Venedig: Nun auch vermisste Frau tot aus Lagune geborgen
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Bootsunglück in Venedig: Nun auch vermisste Frau tot aus Lagune geborgen
Von: Bjarne Kommnick
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Ein Bootsunfall in Venedig kostet einem Ehepaar das Leben. Nach tagelanger Suche wird die vermisste Frau gefunden – zwei Zeugen sind derweil in die USA zurückgereist.
Venedig – Ein Ausflug in den frühen Morgenstunden endete für ein junges Ehepaar in Venedig tödlich. Nach tagelanger Suche wurde die vermisste Frau leblos aus der Lagune geborgen – nachdem bereits ihr Ehemann seinen Verletzungen erlegen war. Der Unfall ereignete sich am frühen Morgen des 12. September im Tessera-Kanal, der zwischen Venedigs Altstadt und dem Flughafen Marco Polo verläuft.
Die 26‑jährige Gabriella Querino war mit ihrem 25-jährigen Ehemann Sean Michieli in einem kleinen Boot unterwegs, als es zur Kollision mit einem Wassertaxi kam, wie die italienische Nachrichtenagentur ANSA berichtet. Michieli erlitt schwere Verletzungen und wurde ins Krankenhaus Ospedale dell‘Angelo in Mestre gebracht, wo er am Folgetag für tot erklärt wurde.
„Nachricht, die wir niemals lesen wollten“: Leiche der vermissten 26-Jährigen bei Venedig gefunden
Die 26-Jährige blieb zunächst vermisst. Feuerwehr und Carabinieri suchten tagelang mit Booten, Hubschraubern und Tauchern nach ihr, wobei die Wasserstraße zum Flughafen zeitweise sogar gesperrt wurde. Erst am 15. September, dem vierten Tag der Suche, entdeckte ein Passant ihren Leichnam in der Nähe der Insel Campalto.
Venedigs Bürgermeister Simone Venturini bestätigte den Fund über Facebook und sprach von einer „Nachricht, die wir niemals lesen wollten.“ Weiter erklärte er: „Mit diesem Fund erlischt nun leider auch die letzte Hoffnung, und eine tragische Geschichte, die in diesen Tagen unsere ganze Stadt in Atem gehalten hat, endet auf die schmerzlichste Weise.“
Bootsunfall in Venedig: Ermittlungen gegen Taxifahrer – zwei US-Touristen als mögliche Zeugen
Gegen den Fahrer des Wassertaxis, einen 38-jährigen Venezianer, leitete die zuständige Staatsanwältin ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung im Schiffsverkehr ein. Der genaue Unfallhergang ist bislang ungeklärt: Der Taxifahrer gab an, vor der Kollision kein anderes Boot bemerkt zu haben. In dem betroffenen Kanalabschnitt gibt es weder Überwachungskameras noch automatische Geschwindigkeitskontrollen für Boote.
Ermittler hoffen nun auf Aussagen von zwei amerikanischen Touristen, die sich zum Unfallzeitpunkt an Bord des Wassertaxis befanden und kurz danach in die USA zurückreisten. Zusätzlich sollen toxikologische Untersuchungen beim Taxifahrer Klarheit über den Ablauf bringen. Beide Todesopfer werden obduziert; erste Untersuchungen an der Leiche der Frau deuteten laut Ermittlern auf unfalltypische Verletzungen hin.