Boris Becker äußert brisanten Verdacht um Tennis
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Boris Becker äußert brisanten Verdacht um Tennis-Legende Djokovic
Von: Philipp Kuserau
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Das frühe und dramatische Aus von Tennis-Superstar Novak Djokovic bei den US Open wirft Fragen auf. Boris Becker legt nun den Finger in die Wunde.
New York – Ein völlig erschöpfter Novak Djokovic, der sich auf seinen Schläger stützt, während sich sein Körper gegen den eigenen Willen sträubt. Er schleppt sich nochmal ins Match und scheitert am Ende doch in der ersten Runde der US Open gegen den Argentinier Mariano Navone. Ein Champion am Ende seiner Kräfte – es ist ein Bild, das nachwirkt und bei Boris Becker Fragen aufwirft.
Fast viereinhalb Stunden lang bäumte sich der Serbe gegen die aktuelle Nummer 49 der Weltrangliste auf. Schlussendlich musste sich Djokovic mit 7:6, 5:7, 4:6, 6:2 und 6:1 geschlagen geben. Über weite Strecken der Partie war der Tennis-Legende deutlich anzumerken, wie sehr ihm die körperliche Belastung zusetzte. Immer wieder stützte er sich erschöpft auf seinem Schläger ab, kämpfte sichtbar mit den Tränen und musste sich sogar in einer Ecke des Platzes übergeben.
Dokovic scheidet in der ersten Runde der US Open aus: „Habe jeden Moment auf dem Court gehasst“
Vor dem entscheidenden fünften Satz ließ er sich zusätzlich am Rücken behandeln, ehe er die Partie schließlich verlor. Nach dem Match brachte der 39-Jährige seine Gefühlslage auf den Punkt: „Ich habe jeden Moment auf dem Court gehasst.“ Bereits das frühe Aus beim Masters-Turnier in Cincinnati kurz vor den US Open hatte gezeigt, dass Djokovic zunehmend mit den körperlichen Anforderungen zu kämpfen hat, insbesondere wenn Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit die Belastung zusätzlich verschärfen.
Die Frage, wie lange der Serbe sein noch immer hohes Niveau halten kann, drängt sich spätestens nach dem überraschenden Erstrunden-Aus in New York immer stärker in den Vordergrund. Natürlich verfolgte auch Boris Becker das dramatische Match – immerhin hatte er Djokovic zwischen 2013 und 2016 drei Jahre lang als Trainer begleitet und dabei sechs seiner insgesamt 24 Grand-Slam-Titel mitverantwortet.
Nach dem Aus zeigte sich Becker bei Sporteurope.tv merklich besorgt um den Zustand seines früheren Schützlings: „So kann es nicht weitergehen – das tut mir in der Seele weh“, erklärte die deutsche Tennis-Ikone. Mit Blick auf ein mögliches Karriereende des Djokers legte Becker den Finger in die Wunde: „Dafür ist er ein zu großer Superstar, deswegen wird er sich genau überlegen, wie es weitergeht.“