Bornholm: Dänische Seedrohne spürt russisches Kriegsschiff in Ostsee auf
Zwischenfall vor Bornholm Dänische Seedrohne trifft auf Putins Kriegsschiff Von t-online 14.07.2026 - 12:47 UhrLesedauer: 2 Min. Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00 Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Brisantes Vorkommnis in der Ostsee: Eine dänische Drohne ortet im Testversuch in der Ostsee ein russisches Kriegsschiff. Auch die Bundesmarine ist involviert. Die Ostsee gilt als seit längerem als neue heiße Zone im Kalten Krieg mit Russland. Nun wurde ein dänisches Startup beim Testversuch vor der Ostseeinsel Bornholm überrascht. Die Seedrohne vom Typ "Stormborn XWave" ortete im Probelauf das russische Kriegsschiff "Soobrazitelny" und steuerte auf die Korvette mit der Nummer 531 zu. Beide waren nur wenige hundert Meter voneinander entfernt. Dann drehte das russische Schiff ab. Der dänische Fregattenkapitän und Militäranalyst Jens Wenzel Kristoffersen sagte dem dänischen Sender DK2 über den Vorfall: "Dies gewährt einen interessanten Einblick in die äußerst angespannte Lage im Ostseeraum." Die Ostsee wird spätestens seit einer Serie von Drohnenangriffen in Dänemark im vergangenen Herbst als neues geostrategisches Konfliktfeld betrachtet. So kam es etwa zu Vorfällen, bei denen das GPS-Ortungssystem von Schiffen in der Region gestört wurde. Als Urheber wird Russland vermutet. Bundesmarine schickt Aufklärungsdrohne Als Reaktion auf die russische Präsenz im Nordatlantik und die Klagen des US-Präsidenten Donald Trump über die fehlende Absicherung Grönlands verstärkten die europäischen Nato-Staaten ihre Präsenz im Nordatlantik. Bundesaußenminister Johann Wadephul hatte erst vor wenigen Wochen gewarnt, die Ostsee werde zunehmend zur "Konfliktzone". Unter anderem war im Frühsommer vor der Lübecker Bucht das russische Kriegsschiff "Seweromorsk" aufgetaucht. Im jüngsten Vorfall vor Bornholm war auch die deutsche Bundesmarine involviert. Sie beobachtete den Vorfall laut DK2 mit einer Aufklärungsdrohne. Seedrohnen die "Stormborn" sind kleine Minischiffe, die von einem Kommandoraum aus gesteuert werden und Aufklärungsdaten bieten. Sie können auch mit Torpedos ausgestattet werden. Nach Angaben des Senders DK2 hatte die russische Korvette das Automatische Identifikations-System (AIS) ausgeschaltet, als sie von der unbemannten Drohne aufgespürte wurde und später abdrehte. Die dänische Marine setzt verstärkt auf Drohnen zur Aufklärung.