Börsen-Beben bei KI-Profiteuren: Speicherhersteller verlieren massiv an Wert
close notice This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication. . Der Höhenflug von Speicherherstellern an den weltweiten Börsen hat eine merkliche Delle bekommen. Zahlreiche einstige Sterne am Rendite-Himmel haben allein heute deutlich über zehn Prozent an Börsenwert verloren. Der weltweit größte Speicherhersteller Samsung steht bei einem Minus von mehr als 13 Prozent und Platz 2 SK Hynix bei fast minus 15 Prozent. Weiterlesen nach der Anzeige Im Falle des dritten Platzes Micron ist die US-Heimatbörse noch geschlossen, vorbörslich und in Europa geht es aber mit minus 7 Prozent in eine ähnliche Richtung. Der zwischenzeitliche Börsenliebling Sandisk verbucht minus 11 Prozent. Anders als die Konkurrenz stellt Sandisk ausschließlich NAND-Flash-Bausteine und SSDs her; die anderen auch DRAM für Arbeitsspeicher. Nvidia ist schon am Montag etwas abgerutscht, was zu einem Wechsel an der Spitze der weltweit wertvollsten Unternehmen geführt hat: Apple führt die Liste mit einer Marktkapitalisierung von knapp fünf Billionen US-Dollar wieder an. Nvidia liegt aktuell bei gut 4,7 Billionen US-Dollar. Düsterer Monatsvergleich, aber immer noch tiefgrün seit Jahresbeginn Bei allen genannten Speicherherstellern zeigt sich auch im Monatsvergleich ein tiefrotes Bild: SK Hynix steht da bei minus 46 Prozent, Sandisk bei minus 41 Prozent, Samsung bei minus 38 Prozent. Micron geht es mit minus 21 Prozent noch am besten. Im schlechtesten Fall haben Anleger fast die Hälfte ihrer Investition verloren. Ein Blick auf die Kursentwicklungen seit Jahresbeginn zeigt dann allerdings auf, wie beispiellos die Zugewinne bis in den Sommer hinein waren. Obwohl sich SK Hynix’ Börsenwert beinahe halbiert hat, verzeichnet das Unternehmen seit Jahresbeginn immer noch ein Plus von 138 Prozent, Sandisk sogar von plus 155 Prozent. Samsung steht mit plus 83 Prozent noch am schlechtesten da. Die Werte beziehen sich auf die jeweiligen Heimatbörsen, im Falle der Speicher-Weltmarktführer also auf die Korea Exchange (KRX). Die hier gehandelten Hinterlegungsscheine (Global Depositary Receipts, GDRs) hinken teilweise hinterher, zeichnen im Großen und Ganzen aber das gleiche Bild. Weiterlesen nach der Anzeige Bild 1 von 2 Vergleich SK-Hynix-Aktie an der KRX und das westliche GDR (2 Bilder) Originallistung an der Korea Stock Exchange (KRX) Unsicherheit Börsenseiten machen Unsicherheit beim KI-Boom für die rückläufigen Kurse verantwortlich. Zumindest kurzfristig ist aber kaum mit einer platzenden Blase zu rechnen, da sich die Firmen untereinander mit langen Lieferverträgen absichern. Nvidia & Co. etwa müssen Speicherherstellern Milliardenstrafen zahlen, wenn sie ausgemachte Mengen doch nicht kaufen.