Bosch, BCG, Celonis: So setzen sich Bewerber in Zeiten Künstlicher Intelligenz durch
Düsseldorf, Berlin. Die Zeit, in der sich Berufseinsteiger ihre Jobs mehrheitlich aussuchen konnten, ist vorbei. Das legte zuletzt etwa eine Auswertung des Jobportals Stepstone nahe. Demnach lag der Anteil der ausgeschriebenen Einstiegsstellen an allen zu besetzenden Jobs im vergangenen Jahr 42 Prozent unter dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre. Zwar stieg diese Zahl zuletzt wieder leicht, insgesamt bleibt der Markt aber angespannt.
Das zeigt sich etwa in der Unternehmensberatung. Die Branche hat bislang jedes Jahr zahlreiche Hochschulabsolventen eingestellt. Einer aktuellen Umfrage zufolge wollen jedoch zwei Drittel der befragten Unternehmen künftig weniger von ihnen einstellen. Und auch in anderen Branchen wird der Berufseinstieg schwieriger. In einer LinkedIn-Umfrage unter 1000 Berufseinsteigern gab knapp ein Drittel der jungen Menschen an, derzeit Mühe bei der Jobsuche zu haben.
Neben dem Spardruck vieler Unternehmen ist ein Grund dafür die Künstliche Intelligenz. Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) beobachtet, dass die Technologie zunehmend die Tätigkeiten übernimmt, die klassischerweise Berufsanfänger ausüben: Recherchieren, Präsentationen erstellen, Protokolle oder Textentwürfe schreiben.
Wer einen guten Job finden will, muss sich also mehr denn je hervorheben. Das Handelsblatt hat bei begehrten deutschen Arbeitgebern nachgefragt – darunter Unternehmen wie Celonis, Bosch, Rheinmetall und BCG –, was sie von Absolventen heute erwarten und wen sie aktuell einstellen.