Bosch: Der größte Autozulieferer der Welt wächst nur durch Zukauf
Stuttgart. Seit dem 1. Juli ist Christian Fischer neuer Bosch-Chef. „Wir müssen einfach annehmen, dass die Welt so geworden ist, und das entsprechend managen“, sagte Fischer mal in einem Interview mit dem Handelsblatt. Mit Unsicherheit müsse man in diesen Zeiten umgehen.
Damit das leichter gelingt, veröffentlicht der Stiftungskonzern jetzt erstmals in seiner 140-jährigen Geschichte seine Halbjahreszahlen. Denn dadurch schafft Bosch nicht nur mehr Transparenz für den Kapitalmarkt und Investoren, sondern wird auch flexibler.
Die Begebung von Anleihen ist immer auch an Fristen zu den zuletzt veröffentlichten Zahlen gebunden. „Damit bekommen wir jetzt ein zweites Zeitfenster“, sagt Finanzchef Markus Forschner, dem Fischer den gesamten Part zu den Halbjahreszahlen überlassen hat.
Der Zugang zum Kapitalmarkt wird auch für Bosch immer wichtiger. Das Unternehmen hat seit 2023 insgesamt zehn Milliarden Euro am Kapitalmarkt aufgenommen, unter anderem um Zukäufe zu finanzieren.
Im ersten Halbjahr hat der Bosch-Konzern seinen Umsatz um 3,6 Prozent auf 46,4 Milliarden Euro gesteigert. Im Vorjahreszeitraum hatte der Erlös noch bei 44,8 Milliarden Euro gelegen. Ohne Zukäufe wäre der Umsatz allerdings kaum gewachsen. Rund zwei Milliarden Euro des Zuwachses steuerte das neu erworbene Heizungs-, Lüftungs- und Klimatisierungsgeschäft von Johnson Controls und Hitachi bei. Bosch hatte dafür rund acht Milliarden Dollar bezahlt.