Böse Überraschung: NFL-Star nach 16-Stunden-Flug gefeuert
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Die NFL betritt Neuland. Am Freitag startet der Top-Favorit Los Angeles Rams gegen den Erzrivalen San Francisco 49ers in die neue Saison. Doch das Spiel steigt nicht in Kalifornien, sondern zum ersten Mal vor 100.000 Fans im legendären Melbourne Cricket Ground in Australien! Für beide Mannschaften ist das Spektakel eine Tortur. Nach einem 16-Stunden-Flug müssen die Profis auch noch mit 17 Stunden Zeitunterschied klarkommen …
Das ist an sich schon anstrengend genug. Doch für einen Spieler der 49ers wurde die Reise zum längsten Auswärtsspiel aller Zeiten zum absoluten Albtraum: Brayden Willis (26). Denn kaum hatte der Tight End australischen Boden betreten, wurde er von den 49ers gefeuert!
Böse Überraschung! San Francisco 49ers feuern Brayden Willis nach der Landung in Australien
Während das Team in rund 10 Kilometern Höhe in einem Luxus-Jet über den Pazifik nach Down Under düste, hatten die Bosse die Entscheidung getroffen. Aus eiskalten, strategischen Überlegungen! Denn die 49ers brauchten einen freien Kaderplatz für einen absoluten Spezialisten: Long Snapper Jon Weeks (40). Sein einziger Job: das Leder-Ei vor Feldtoren, Extrapunkten und Punts zentimetergenau durch die eigenen Beine nach hinten zu schleudern.
Weeks war als Teil des Trainingskaders mit nach Melbourne geflogen und wurde vor dem ersten Saisonspiel nun in den 53er-Kader verschoben. Als Konsequenz fiel Willis als Nr. 3 auf seiner Position hinten runter. Die knallharte Entscheidung deutet auch darauf hin, dass Star-Tight-End George Kittle (32) acht Monate nach seinem Achillessehnenriss wieder einsatzbereit ist.
Für Pechvogel Willis bedeutete das: Sobald er auf der sogenannten „Waiver-Liste“ steht, hätte ihn ein anderes Team verpflichten können. Die 49ers wären sogar verpflichtet gewesen, ihm den sofortigen Flug (!) dorthin zu bezahlen! Dumm nur, wenn man 13.000 Kilometer entfernt in Australien weilt …
Die 49ers hatten Willis vor drei Jahren in der siebten Runde des Drafts verpflichtet. Seitdem konnte er sich nie als Stammspieler durchsetzen. Schwacher Trost nun: Weil sich innerhalb der vorgeschriebenen Frist von 24 Stunden kein anderer Klub meldete, nahmen ihn die 49ers vor Ort wieder in ihr eigenes Practice Squad auf. Und er konnte doch noch am ersten Training im riesigen Stadion teilnehmen.