Boss soll Affären mit zwei Gefängnismitarbeiterinnen geführt haben
Die Berliner Justiz geht Vorwürfen nach, wonach zwei Mitarbeiterinnen des Strafvollzugs eine Liebesbeziehung mit einem Häftling hatten. Auf entsprechende Behauptungen habe der Vollzug unmittelbar mit einer Untersuchung reagiert, teilte die Berliner Senatsverwaltung für Justiz auf Anfrage mit. „Vorsorglich wurde eine räumliche Trennung sichergestellt.“
Bei dem Gefangenen handele es sich um einen Mann, der eine lebenslange Freiheitsstrafe verbüße. Weitere Angaben würden aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht gemacht, so die Justizverwaltung. Nach Recherchen von „Bild“ soll es sich bei dem Mann um den ehemaligen Chef des Berliner Ablegers der Rockergruppe „Hells Angels“, Kadir P., handeln.
Kadir P. war 2019 gemeinsam mit sieben anderen Rockern vor dem Berliner Landgericht zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Er soll den Mord am 26-jährigen Tahir Ö. in einem Wettspiel-Café in Reinickendorf in Auftrag gegeben haben. Tahir Ö. war 2014 erschossen worden.
Nach Antritt seiner Haftstrafe soll Kadir P. eine Affäre mit einer Sozialarbeiterin in der Justizvollzugsanstalt Moabit geführt haben, berichtet „Bild“. Die Beziehung sei im Mai 2023 aufgeflogen, woraufhin die Frau den Justizdienst verließ und P. nach Heidering in Brandenburg verlegt wurde.
Dort soll er abermals eine romantische Beziehung mit einer Gefängnismitarbeiterin eingegangen sein. „Der Senatsverwaltung ist der Sachverhalt, dass in der JVA Heidering zwischen dem Gefangenen P. und einer Mitarbeiterin ein Verhältnis bestanden haben soll, seit dem 4. Juni 2026 bekannt. Die Angaben wurden dienstintern überprüft und es wurde eine Untersuchung eingeleitet.“, zitiert „Bild“ die Senatsverwaltung. (rosi, dpa)