DAX +0,58 % 25.612,03 Pkt 18:00:00 MDAX -0,55 % 32.216,66 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,53 % 6.344,40 Pkt 18:00:00 Dow Jones -1,02 % 52.208,06 Pkt 22:56:30 S&P 500 +0,12 % 7.437,63 Pkt 22:44:35 Nasdaq +0,99 % 25.122,18 Pkt 23:15:59 Nikkei +4,97 % 64.940,82 Pkt 04:04:10 Gold +2,74 % 4.145,10 USD 04:09:05 Silber +1,95 % 58,99 USD 04:07:31 Brent -3,02 % 88,00 USD 03:06:23 WTI -3,05 % 81,88 USD 04:09:10 Bitcoin -0,56 % 64.359,65 USD 04:19:07 EUR/USD +0,44 % 1,15180 USD 04:18:23 EUR/GBP -0,26 % 0,85560 GBP 04:19:12 EUR/CHF -0,44 % 0,92860 CHF 04:19:12 EUR/JPY -1,25 % 184,916 JPY 04:19:11

Boykott, falls Fifa Privatisierungsplan umsetzt

Allgemein

Die Mitglieder der Europäischen Fußball-Union UEFA drohen dem Weltverband geschlossen mit einem Boykott aller FIFA-Wettbewerbe, falls dieser den geplanten Investorendeal durchzieht. Diese Drohung gelte so lange, wie die FIFA ihre Pläne für den Verkauf kommerzieller Rechte nicht vollständig verwerfe, teilte die UEFA nach einem Dringlichkeitstreffen mit. Die europäischen Fußball-Nationen demonstrieren in dem Schreiben ihre Einigkeit. „Die UEFA und ihre 55 Mitgliedsverbände stehen geschlossen zusammen“, hieß es. „Wir lehnen den Vorschlag der FIFA, Beteiligungsrechte an der Weltmeisterschaft und anderen FIFA-Wettbewerben auf private Investoren zu übertragen, einstimmig und unmissverständlich ab.“ Zuvor hatten unter anderem Sky News und die „Times“ berichtet. Dabei geht es nicht nur um die Weltmeisterschaft der Männer im Jahr 2030, sondern auch um die Frauen-WM im kommenden Sommer in Brasilien. FIFA-Präsident Gianni Infantino, dessen Verband die überraschenden Pläne am Dienstag enthüllt hatte, gerät damit ordentlich unter Druck. Ohne die Europäer um Weltmeister Spanien, England, Frankreich und Deutschland würde die WM ihren sportlichen Wert komplett einbüßen. „Die Weltmeisterschaft darf nicht als Anlageprodukt behandelt werden. Sie ist eines der größten sportlichen Vermächtnisse des Fußballs“, hieß es in der UEFA-Mitteilung. Weiterer Verband stellt sich gegen FIFA-Plan Der für Nord- und Mittelamerika sowie die Karibik zuständige Kontinentalverband Concacaf lehnte die Investorenpläne ebenfalls geschlossen ab, wie der Verband nach einer gemeinsamen Sitzung am Donnerstag mitteilte. Damit positionieren sich auch die drei WM-Gastgeber USA, Mexiko und Kanada gegen Infantino, der den 211 Mitgliederverbänden Einnahmen in vierfacher Höhe in Aussicht gestellt hatte. Mit den 55 Stimmen der Europäer und den 41 Stimmen aus Nord- und Mittelamerika dürfte es für den FIFA-Boss schwierig werden, überhaupt eine Mehrheit zu erreichen. Infantino spricht von einmaliger Chance Die FIFA hatte mitgeteilt, mit dem potenziellen Verkauf eines Teils ihrer kommerziellen Rechte etwa an der Weltmeisterschaft eine Milliardensumme einspielen zu wollen. Laut übereinstimmenden Berichten setzte der Weltverband eine Frist für die Zustimmung zum geplanten Investorendeal und versprach im Gegenzug eine Sonderzahlung. Der Stichtag für die Zustimmung der 211 Verbände soll demnach der 19. September sein. Infantino verteidigte den geplanten Einstieg externer Geldgeber als „einmalige Chance, die weltweite Entwicklung des Fußballs deutlich zu beschleunigen“. Die UEFA sieht das komplett anders und hat deshalb massiven Widerstand angekündigt. Auch DFB-Präsident Bernd Neuendorf und Vizepräsident Hans-Joachim Watzke hatten am Mittwoch erklärt, dass sie klar gegen den Investorenplan sind. Hoeneß: WM ohne Europäer kann man „in die Tonne treten“ Deutlich wurde Bayern Münchens Ehrenpräsident Uli Hoeneß. „Ich persönlich glaube, dass die Europäer noch gar nicht wissen, wie stark sie eigentlich sind. Einen Wettbewerb ohne Europäer kannst du in die Tonne treten“, sagte Hoeneß am Rande des Testspiels des FC Bayern in Rottach-Egern. Hoeneß betonte, er könne mit dem klaren Statement von Sportvorstand Max Eberl „gut leben“. Dieser hatte unter anderem Ekel geäußert und gesagt, er schäme sich für den neuen Einfall der FIFA. Der Weltverband hatte mitgeteilt, mit dem potenziellen Verkauf eines Teils seiner kommerziellen Rechte etwa an der WM eine Milliardensumme einspielen zu wollen und künftig allen 211 Verbänden mehr Geld auszuzahlen. Zu Infantino wollte sich der 74 Jahre alte Hoeneß nicht dezidiert äußern. „Ich habe ja eine spezielle, sehr starke Meinung. Aber es ist mir zu früh, die bekanntzugeben“, sagte der Bayern-Patron. Die Meinung sei „auf jeden Fall“ gegen Infantino, bestätigte Hoeneß auf eine entsprechende Nachfrage. Es sei auch zu früh, über mögliche Nachfolger im Amt des FIFA-Präsidenten zu sprechen. Stattdessen äußerte Hoeneß seine Hoffnung, dass Europas größte Verbände eine Art Allianz schmieden und in dieser gemeinsame Interessen vertreten könnten. (dpa)

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren