DAX +0,15 % 25.410,84 Pkt 18:00:00 MDAX +0,67 % 30.287,68 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,79 % 6.116,23 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,96 % 52.361,58 Pkt 21:43:41 S&P 500 +0,17 % 7.676,77 Pkt 21:43:43 Nasdaq +0,62 % 26.169,38 Pkt 22:15:59 Nikkei -0,80 % 62.189,65 Pkt 07:45:03 Gold -0,31 % 4.025,90 USD 23:58:31 Silber -0,68 % 53,97 USD 23:58:20 Brent -0,42 % 110,28 USD 23:57:20 WTI -0,39 % 101,36 USD 23:57:49 Bitcoin -0,40 % 79.703,91 USD 00:08:30 EUR/USD -0,39 % 1,11770 USD 00:07:43 EUR/GBP +0,05 % 0,83750 GBP 00:08:30 EUR/CHF +0,49 % 0,92450 CHF 00:08:31 EUR/JPY +0,21 % 175,959 JPY 00:08:30

BR-Intendantin: Vertrauen wichtigste Währung im KI-Zeitalter

Technologie

Ging es im vergangenen Jahr bei den Medientagen vor allem um die Bedrohungen durch Künstliche Intelligenz (KI), dürfe man sich ein Jahr später nicht mehr nur damit beschäftigen, was KI mit dem Journalismus macht. Sondern, so die BR-Intendantin Katja Wildermuth vor Beginn der Medientage 2026: "Jetzt müssen wir zeigen, was Journalismus mit KI machen kann."

Die Eröffnung der Medientage in München streamt BR24live ab 10.20 Uhr. Außerdem sprechen wir in einem Exklusiv-Interview mit der Intendantin des Bayerischen Rundfunks, Katja Wildermuth. Den Livestream finden Sie oben eingebettet über diesem Artikel.

Zum Artikel: Tiefe statt Tempo – Was sich Menschen vom Journalismus wünschen

Publikum im Blick – mit Innovation gegen Desinformation

Dabei hat Wildermuth vor allem das Publikum im Blick. Nicht nur die jüngere Generation nutze mittlerweile selbstverständlich KI-Werkzeuge großer Tech-Unternehmen wie OpenAI – dem Unternehmen hinter ChatGPT –, um sich zu informieren. Dem will der BR gerecht werden und gleichzeitig entgegentreten, so Wildermuth: "Wir als BR haben uns entschlossen, dieses Feld nicht einer Handvoll Tech-Bossen zu überlassen, die am Ende bestimmen, was wir sehen, hören und denken, sondern selbst aktiv zu werden."

Eigener KI-Assistent als geschützter Wissensraum

Der BR geht deshalb mit seinem eigenen KI-Tool voran: einem KI-basierten News-Assistenten. Das System ist seit dem 13. Oktober online und soll Nutzerinnen und Nutzern den Zugang zu Nachrichten erleichtern. Der KI-Assistent fasst dabei die wesentlichen Inhalte redaktionell geprüfter Sendungen von BR24 und der Tagesschau zusammen und verlinkt diese transparent.

Katja Wildermuth sieht darin einen großen Vorteil gegenüber dem, was Big-Tech-Unternehmen wie OpenAI anbieten: "Wir wollen mit unserem eigenen KI-Assistenten einen geschützten Wissensraum erschließen."

Verantwortung bleibt beim Menschen

Nutzerinnen und Nutzer des BR-eigenen KI-Assistenten können sich in diesem geschützten Wissensraum darauf verlassen, dass sie redaktionell geprüfte Informationen erhalten. Zwar antwortet der KI-Assistent auf jede Anfrage individuell und automatisch. Er greift dabei aber ausschließlich auf das zurück, was vorher von Journalistinnen und Journalisten recherchiert und überprüft wurde.

BR-Intendantin Wildermuth betont, dass so die Verlässlichkeit der KI-Antworten sichergestellt werde: "Wenn es am Ende darum geht, wer die journalistische Verantwortung trägt, wer Quellen und Fakten prüft, wer Zusammenhänge herstellt, dann ist es immer der Journalist oder die Journalistin des Bayerischen Rundfunks. Wir tragen die Gesamtverantwortung und das ist auch wichtig so."

Transparenz und Sorgfalt als Garant für Vertrauen

Vertrauen sei die wichtigste Währung in diesem KI-dominierten Medienzeitalter, sagt die BR-Intendantin und betont: "Wir wissen, dass die Menschen dem Bayerischen Rundfunk als Quelle vertrauen. Und je transparenter und sorgfältiger wir mit diesem Vertrauen umgehen, desto mehr stärken wir unsere einzigartige Position auch in dieser großen neuen KI-Welt."

Vernetzung von Qualitätsmedien als Zukunftsplan

Katja Wildermuth wirbt auch für Allianzen der Qualitätsmedien. In der KI-Welt könne nur der bestehen, der bereit sei, seine Informationsräume zu vernetzen. "Wir haben jetzt mit unserem News-Assistenten einen Piloten vorgelegt und den Anfang gemacht." Der BR sei bereit und offen für viele Partner und Partnerinnen mit ähnlichem Qualitätsanspruch, so Wildermuth.

Die Medientage München gelten als eines der wichtigsten Branchentreffen in Europa. Rund 5.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen von Mittwoch bis Freitag zusammen, um über die Zukunft der Medienbranche zu sprechen.

Im Video: Die Medientage in München starten

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