Brandgefahr bei E-Autos von VW: Über 70.000 Autos zurückgerufen
Volkswagen: Mehr als 70.000 E-Autos von Rückruf betroffen
Stand: 20.10.2026 20:26 Uhr
Weltweit knapp 72.700 E-Autos aus dem Volkswagen-Konzern haben Probleme mit fehlerhaften Batterien, davon rund 10.000 in Deutschland. Halter können über einen Link auf dieser Seite prüfen, ob ihr Auto betroffen ist.
Die Zahlen gehen aus Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) hervor. Zurück in die Werkstatt müssen Fahrzeuge, die in einem begrenzten Zeitraum produziert wurden: Bei den Modellen ID.3, ID.4, ID.7 und ID. Buzz geht es um Fahrzeuge, die zwischen 2022 und 2025 gebaut wurden. Beim Modell Born der spanischen VW-Tochter Cupra betrifft der Rückruf Fahrzeuge aus den Jahren 2022 bis 2024. Dass Volkswagen den Rückruf wegen fehlerhafter Batterien vorbereitet, war bereits in der vergangenen Woche bekannt geworden.
Batterien können in seltenen Fällen in Brand geraten
Bei den betroffenen Fahrzeugen müssen die Batterien in den Werkstätten überprüft werden. Bei internen Kontrollen war nach Angaben von Volkswagen aufgefallen, dass einzelne Hochvolt-Batteriezellen bei bestimmten Fahrzeugen nicht den Qualitätsanforderungen entsprechen. "In seltenen Fällen kann dies zu einer erhöhten thermischen Belastung dieser Batterien führen, im Extremfall könnte ein Brand entstehen", hieß es. Halter der betroffenen Fahrzeuge sollen die Batterien nur bis höchstens 80 Prozent aufladen und Warnhinweisaufkleber anbringen. Erst wenn die Werkstatt eine Batterie als unbedenklich einstuft, kann sie wieder voll geladen werden.
Betroffene Fahrzeughalter werden per Brief kontaktiert
Fahrzeughalter, die ihr Auto in die Werkstatt bringen müssen, sollen per Brief informiert werden. In dem Schreiben stehen den Angaben zufolge auch wichtige Informationen - unter anderem zum genauen Ablauf und zu den Ansprechpartnern. Wer nicht auf den Brief warten möchte, kann schon jetzt über die Rückrufdatenbank des Kraftfahrtbundesamtes nachsehen, ob sein Fahrzeug betroffen ist. Nach früheren Angaben eines VW-Sprechers müssen die betroffenen Batteriemodule nicht zwangsläufig ausgetauscht werden - möglicherweise reiche ein Softwareupdate aus.
Im März schon Rückruf wegen Batterieproblemen
Bereits im März dieses Jahres gab es bei VW und Cupra einen Rückruf wegen Batterieproblemen. Weltweit waren mehr als 90.000 E-Autos betroffen, davon 28.000 in Deutschland. Zudem hatte Volkswagen Ende September weltweit rund fünf Millionen Autos wegen einer korrosionsanfälligen Schraube an der Lenkung in die Werkstätten beordert.