Brandgefahr bei VW: Elektro-Modelle und Cupra Born potenziell betroffen
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Nächster Rückruf aus Wolfsburg? Während das Schrauben-Dilemma noch nicht ausgestanden ist, gibt es bereits eine neue Baustelle bei VW. Der Grund: Brandgefahr bei Hochvolt-Akkus! In den USA und Großbritannien wurden Fahrer elektrischer VW-Modelle deshalb schon in die Werkstätten gerufen. Auch in Deutschland droht eine entsprechende Aktion.
Der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA sind bereits 22 Fälle bekannt, in denen Elektro-VW ohne Außeneinwirkung abgebrannt sind. Der US-Rückruf (BILD berichtete) gilt für den VW ID.4 aus dem Produktionszeitraum 1. Januar 2023 bis 1. Februar 2025. Insgesamt seien 22.524 US‑Modelle des SUV betroffen.
Auch deutsche VW betroffen!
Doch BILD weiß: Die mögliche Brandgefahr gilt auch für ID.4 in Deutschland – und andere Elektro-VW. Ein VW-Sprecher auf Anfrage zu BILD: „Bei den ID.-Modellen von VW gibt es ein Problem mit der Qualität der Hochvoltbatterien von externen Zulieferern. Es drohen potenzielle Brandrisiken.“ Das kam in der jüngeren Vergangenheit in der Industrie bereits häufiger vor, auch andere große Autohersteller waren betroffen.
Welche Modelle sind betroffen?
Der VW-Sprecher nannte gegenüber BILD die komplette ID.-Modellserie, in Deutschland wohl „ein paar tausend Autos“. Auch der Cupra Born sei betroffen. Skoda-Modelle hätten neuere Akkus bekommen, dort herrsche kein Handlungsbedarf. Bei Audi werde noch geprüft.
Ladebegrenzung auf 80 Prozent
Die Brände seien entstanden, nachdem die Fahrzeuge bis zu einem Ladestand von mehr als 80 Prozent geladen wurden. „Wer sein Auto nur bis 80 Prozent lädt, ist sicher. Der Produktionsfehler in der Batterie kann sich dann nicht auswirken“, erklärt der VW-Sprecher BILD.
Was sollen ID.-Fahrer jetzt machen?
„Als Sofortmaßnahme begrenzt Volkswagen das Laden auf den Battery Care Modus mit maximal 80 Prozent. Alle betroffenen Fahrzeughalter erhalten eine schriftliche Benachrichtigung. Darin werden sie ausdrücklich auf die vorsorgliche Ladebegrenzung und die zu beachtenden Sicherheitshinweise aufmerksam gemacht“, heißt es von VW.
Alternativ können die Fahrzeughalter auch im Vorfeld bei ihrer VW-Werkstatt oder dem Kundencenter anrufen. Mittels ihrer FIN (Fahrzeugidentifikationsnummer) kann geprüft werden, ob das Auto betroffen ist.
Teilweise Ladebegrenzung per Funk-Update
Betroffene Halter, die die Online-Services von VW nutzen, bekommen eine Nachricht in ihrer VW-App, dass die maximale Lademenge durch den Hersteller über ein Funk-Update („Over-the-air“) auf 80 Prozent begrenzt werde. Wer die Online-Dienste nicht nutzt, könne sein Fahrzeug manuell über den Ladebildschirm auf 80 Prozent Maximalladung begrenzen.
Halter, deren Akkus schon lange nicht mehr von VW ausgelesen wurden, müssen in die Werkstatt zum Batterie-Check. Falls sie nicht betroffen sind, wird das festgestellt und sie können sofort wieder bis 100 Prozent laden. Wer weder von VW noch vom Kraftfahrt-Bundesamt (wenn es einen offiziellen Rückruf gibt) etwas hört, ist nicht betroffen.
Wie lange bleibt die Batteriekapazität eingeschränkt?
VW-Halter, die nach Durchführung der Maßnahme nur noch bis 80 Prozent laden dürfen, müssen sich etwas gedulden. BILD weiß: VW arbeitet an einer Lösung, mit der bald alle wieder ihren Akku komplett vollladen können. Das könnte über ein Software-Update passieren oder den Austausch einzelner Batterie-Module. Die Halter werden dann wieder angeschrieben. Wie lange das dauert, sei allerdings noch unklar.