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Brandgefahr: Volkswagen ruft E-Autos in Deutschland zurück

Wirtschaft

Stand: 15.10.2026 15:52 Uhr

Volkswagen hat gegenüber dem NDR Niedersachsen bestätigt, dass bei mehreren Modellen Probleme mit der Batterie auftreten können. Entsprechende Schritte seien seitens des Konzerns bereits eingeleitet worden.

von Jule Lampe

Betroffen sind nach Angaben des Konzerns vor allem Fahrzeuge aus den Produktionsjahren 2023 und 2024 der ID.-Baureihen von Volkswagen sowie Fahrzeuge von CUPRA. Für Skoda bestehe nach Angaben des Konzerns kein Handlungsbedarf. Interne Qualitätsprüfungen hätten ergeben, dass einzelne Batteriezellen nicht den Anforderungen entsprechen. Ursache seien Produktionsfehler bei einem Zulieferer. In seltenen Fällen könne dies zu einer erhöhten thermischen Belastung führen. "Im Extremfall könnte ein Brand entstehen", heißt es auf Nachfrage von Volkswagen. Das sei allerdings das mögliche Worst-Case-Szenario und nicht das Szenario, von dem grundsätzlich ausgegangen werde. Dennoch sei ein Rückruf als Vorsichtsmaßnahme notwendig.

Laden zunächst auf 80 Prozent begrenzen

In den USA gibt es bereits einen offiziellen Rückruf für bestimmte ID.4-Modelle wegen möglicher Überhitzung der Hochvoltbatterie. Eine entsprechende Meldung für den deutschen Markt soll über das Kraftfahrtbundesamt erfolgen. Entsprechende Schritte seien durch den Konzern bereits eingeleitet worden. Nach Angaben des Unternehmens betrifft die Aktion in Deutschland nur eine vergleichsweise kleine Zahl von Fahrzeugen. Sie fällt damit deutlich kleiner aus als der jüngste Rückruf wegen möglicher Probleme mit Verschraubungen.

Als vorsorgliche Sofortmaßnahme begrenzt Volkswagen bei betroffenen Fahrzeugen das Laden auf maximal 80 Prozent. Volkswagen will zudem die betroffenen Halterinnen und Halter schriftlich informieren.

Fahrzeuge können auch über den Händler geprüft werden

Wer vorher wissen will, ob das eigene Fahrzeug möglicherweise durch den Rückruf betroffen sein könnte, könne sich beim Händler mit der Fahrgestellnummer melden. Auch der Kundendienst könnte kontaktiert werden. Im Rahmen des Rückrufs sollen betroffene Fahrzeuge dann überprüft werden. Je nach Ergebnis könnten später einzelne Batteriemodule getauscht oder weitere Softwaremaßnahmen vorgenommen werden. "Auch über weitere Abhilfemaßnahmen werden die Kunden in der Folge schriftlich informiert", heißt es auf Anfrage. Der Konzern betont zudem, dass nicht von einer generellen Gefahr bei der ID.-Baureihe auszugehen sei, sondern von Qualitätsproblemen bei einzelnen Batteriezellen eines begrenzten Produktionszeitraums.

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