Brandgeruch aus Belgien und der Eifel zieht nach Hessen
Mehr als 1.400 Einsatzkräfte kämpfen in der Eifel in Nordrhein-Westfalen gegen den bislang größten und folgenschwersten Waldbrand des Sommers in Deutschland. Nicht weit entfernt, hinter der belgischen Grenze, brennt es auf einer etwa zehn Mal so großen Fläche. Die starke Rauchentwicklung und der Wind sorgen dafür, dass der Brandgeruch auch in Hessen wahrzunehmen ist: Laut dem Einsatzleiter der Feuerwehr Darmstadt gingen am Sonntagmittag binnen in einer Stunde rund 100 Anrufe von Menschen ein, die sich wegen des Rauchgeruchs sorgten. Keine akute Gefahr für Bevölkerung Für den Rheingau-Taunus-Kreis, die Landkreise Groß-Gerau, Darmstadt-Dieburg und die Stadt Darmstadt haben die Leitstellen am Sonntag deshalb Warnmeldungen herausgegeben, die über die Geruchsbelästigung und mögliche "eingetrübte Sicht" informieren. Es bestehe aber keine Gefahr für die Bevölkerung in Hessen, da der Rauchgeruch von den großen Bränden in Nordrhein-Westfalen, Belgien und Rheinland-Pfalz ausgehe. "Wenn Sie konkrete Anzeichen für einen Brand feststellen, beispielsweise eine deutlich erkennbare Rauchentwicklung aus einem Gebäude oder Waldgebiet, oder Flammen sehen, wählen Sie weiterhin den Notruf 112", appellierte die Feuerwehr des Rheingau-Taunus-Kreises auf Facebook. "Gehen Sie nicht automatisch davon aus, dass jede Rauchentwicklung von den entfernten Waldbränden stammt", hieß es weiter. Erste Notrufe schon am Samstag Schon am Samstag berichtete die Polizei, dass im Lahn-Dill-Kreis zahlreiche Notrufe besorgter Menschen eingegangen seien. Die Anruferinnen und Anrufer beschreiben demnach einen Geruch, der an verbrannten Kunststoff oder brennendes Holz erinnere. Auch in Teilen der Kreise Limburg-Weilburg und Vogelsberg war der auffällige Geruch wahrnehmbar, auch hier gingen Notrufe ein. Nicht nur in Hessen, sondern in weiten Teilen des Südwestens Deutschlands gelten aktuell die Warnmeldungen wegen des Rauchgeruchs von den Waldbränden. Brand in Belgien weitet sich aus Seit Donnerstagnachmittag kämpften hunderte Einsatzkräfte auch mit Löschhubschraubern gegen die Flammen im Hürtgenwald. Nach Angaben des Kreises Düren sind etwa 300 Hektar Wald von dem Brand betroffen. Das Feuer ist demnach seit Samstag unter Kontrolle.