Brasilien: Lula da Silva erhält Glückwünsche zum Wahlsieg aus Europa und Mexiko
Auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat Brasiliens Staatschef zum Sieg in der Stichwahl gratuliert. Bei der Präsidentschaftsstichwahl in Lateinamerikas größter Volkswirtschaft am Sonntag hätten »die Demokratie und der Multilateralismus« gesiegt, erklärte von der Leyen auf X . Die EU-Kommissionspräsidentin bezeichnete den linksgerichteten Politiker als ihren »Freund«.
»Die Partnerschaft zwischen Europa und Brasilien ist sehr stark«, erklärte von der Leyen weiter. »Wir werden in den kommenden Jahren an Ihrer Seite bleiben.« Gemeinsam würden beide Seiten weiter »eng« für einen freien Handel, eine regelbasierte Weltordnung und den Klimaschutz eintreten, schrieb von der Leyen.
Gratulationen sind auch von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron gekommen, der zu einer Stärkung der Beziehungen zwischen beiden Ländern aufgerufen hat. Frankreich und Brasilien müssten »angesichts der großen Herausforderungen unserer Zeit« ihre Freundschaft »im Dienste einer gerechteren Welt« pflegen, erklärte Macron auf X . Beide Länder hätten »gemeinsam viel aufzubauen«, betonte der französische Präsident.
Herausforderer Bolsonaro fechtet Wahlergebnis an
Der linksgerichtete Lula hatte sich in der Präsidentenstichwahl am Sonntag knapp gegen seinen rechtsgerichteten Herausforderer Flávio Bolsonaro durchgesetzt. Damit sicherte sich Lula eine vierte Amtszeit.
Die Wahl in Lateinamerikas größter Volkswirtschaft galt als Richtungsentscheidung. Lateinamerika ist in den vergangenen Jahren durch Wahlen in Argentinien, Chile, Bolivien, Kolumbien und Peru deutlich nach rechts gerückt. Ein Erfolg Flávio Bolsonaros hätte den Rechtsruck auf dem Kontinent weiter vorangetrieben. Durch den Sieg Lulas dürfte Brasilien nun neben Mexiko als linke Bastion in der Region erhalten bleiben.