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Brasilien: Serienkiller in Frauenkleidung gefasst

Welt

Festnahme in Frauenkleidern

Serienkiller will 80 Menschen ermordet haben

Von t-online, mtt

Aktualisiert am 18.09.2026 - 12:41 UhrLesedauer: 2 Min.

Eine Spezialoperation führt zur Ergreifung eines Mannes mit Perücke und Kleid: Der 33-Jährige soll in wenigen Wochen 16 Morde begangen haben – und behauptet, es gebe noch viel mehr Opfer.

In Brasilien hat die Polizei einen 33 Jahre alten Mann gefasst, der verdächtigt wird, ein Serienmörder zu sein. Brasilianischen Medienberichten zufolge gelang der Zugriff unter Beteiligung der Militärpolizei am vergangenen Sonntag auf dem Gebiet der Gemeinde Mulungu im Bundesstaat Paraíba.

Die Polizei fasste Jorlan Lopes da Silva demnach nach einer 48 Stunden dauernden Spezialoperation. Der Verdächtige soll sich im Wald versteckt gehalten und noch versucht haben, den Beamten als Frau verkleidet und mit einem Kleinkind auf dem Arm zu entwischen. Er sei aber anhand einer Tätowierung enttarnt worden.

Die Behörden warfen dem 33-Jährigen ursprünglich 16 Morde vor, die er seit einer Haftentlassung Mitte des Jahres in nur etwa drei Monaten begangen haben soll. Elf dieser Taten habe er zugegeben und der Polizei auch mindestens einen Ort verraten haben, an dem eines der Opfer gefunden wurde, hieß es.

Vollstrecker eines Kartells – oder einsamer Rächer?

Darüber hinaus soll Jorlan Lopes da Silva in den Vernehmungen erklärt haben, noch viel mehr Menschen in seinem Leben getötet zu haben. Von rund 80 Opfern ist die Rede. Diese Fälle werden nun überprüft.

Da Silva selbst bezeichnet sich den brasilianischen Medienberichten zufolge als einen "guten Mensch". Völlig kaltblütig habe er erklärt, schon im Alter von 13 Jahren zum ersten Mal einen Menschen umgebracht zu haben, um seinen Vater zu rächen. Auch seine späteren Opfer seien kriminell gewesen.

Die Behörden wiederum glauben, der 33-Jährige sei selbst tief in Bandenkriminalität verstrickt. Er soll als Auftragsmörder einer Organisation namens Comando Vermelho agiert haben. Er sei der ein wichtiger Vollstrecker dieses Kartells gewesen, das mit einer anderen kriminellen Gruppierung namens Nova Okaida um Kontrolle im Drogenhandel kämpfe. Dies bestreitet da Silva den Berichten zufolge. Er will allein gehandelt haben, um "die Gerechtigkeit in die eigene Hand zu nehmen".

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