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Brasilien: Zwillinge überleben Trennung nicht - beide tot

Welt

TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen Ribeirão Preto – Die siamesischen Zwillinge Helena und Heloísa aus Brasilien sind tot. Die am Kopf zusammengewachsenen Mädchen haben die finale Trennungsoperation nicht überlebt. Nur wenige Minuten nachdem der Chirurg verkündet hatte, dass die beiden Mädchen vollständig getrennt seien, erlitten beide Herzstillstände. Sie wurden nur zwei Jahre alt. Die Operation im Krankenhaus in Ribeirão Preto in Brasilien dauerte 15 Stunden. Mehr als 50 Ärzte, Spezialisten aus allen Abteilungen, kämpften um das Leben der beiden Mädchen. Während des gesamten Eingriffs schwankten die Blutdruckwerte gefährlich: Ein Zwilling hatte einen zu niedrigen Blutdruck, der andere einen zu hohen. Das Anästhesie-Team stabilisierte die Werte immer wieder. Doch als die Kinder endgültig getrennt waren, versagten beide kleinen Herzen. Das berichtet „Globo“. Zwillinge waren schon vor der OP geschwächt Laut einem Chirurgen des medizinischen Teams seien die Kinder schon vor der Operation stark geschwächt gewesen: Sie hatten viele Lungenentzündungen, wurden künstlich ernährt und beatmet. Eine eigentlich schon früher geplante OP wurde verschoben, bis es den Mädchen besser ging. Trotzdem kam es anders als erhofft. Garcia: „Wir hatten uns vorgestellt, dass wir in dem Moment, in dem die vollständige Trennung erfolgt, uns um jede einzeln kümmern. Doch sobald sie getrennt waren, fing ihr Zustand an, sich zu verschlechtern.“ Der Arzt berichtet weiter: „Sie erlitten einen Herzstillstand mit nur kurzem zeitlichem Abstand zueinander.“ Mehrere Operationen mit nur 2 Jahren Helena und Heloísa waren sogenannte Craniopagus-Zwillinge – eine sehr seltene Form von siamesischen Zwillingen, die am Kopf zusammengewachsen sind. Sie teilten sich Teile des Gehirns und wichtige Blutgefäße im Kopf. Mit 1,5 Jahren – im August 2025 – wurden die Zwillinge das erste Mal im Krankenhaus operiert. Es folgten weitere Eingriffe. Dieser Eingriff sollte der letzte sein und den Mädchen ein getrenntes Leben ermöglichen. Die Hoffnung hat sich leider nicht erfüllt. Nach dem Tod seiner Kinder dankte der Vater dem Team für dessen Einsatz und sagte, er wisse, dass alles Mögliche getan worden sei.

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