DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin +0,21 % 64.443,67 USD 07:23:55 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Braune Haare und Latexhaut: In US-Gemeinde soll Roboter Sally in der Schule unterrichten

Technologie

Die Lehrer an einer Schule im Bundesstaat New York bekommen ab September eine neue Kollegin. Roboter Sally soll in den 11. und 12. Klassen unterrichten. Ein Schulbezirk im Bundesstaat New York gehört zu den ersten in den USA, die einen humanoiden Roboter im Unterricht einsetzen wollen. Der Salamanca City Central School District auf dem Gebiet der Seneca Nation wird ab September die KI-gestützte Roboter-Assistentin „Sally“ an der Highschool einsetzen, wie die „New York Post“ berichtet. Der Roboter kostet 57.000 US-Dollar (49.000 Euro), hat braune Haare, Latexhaut sowie bewegliche Arme und Hände. Er kann sich jedoch nicht selbstständig durch den Klassenraum bewegen. Roboter Sally soll in Schule unterrichten: „Es ist aufregend, aber auch ein bisschen nervenaufreibend“ Sally soll zunächst nur in den 11. und 12. Klassen zum Einsatz kommen, vor allem in Fächern wie Coding, Robotik und Künstliche Intelligenz. Laut Schuldirektor Mark Beehler ist das Projekt ein innovativer, aber auch sensibler Schritt, da nicht alle Menschen offen für Veränderungen im Bildungsbereich sind. „Es ist aufregend, aber auch ein bisschen nervenaufreibend“, so Beehler gegenüber der „New York Post“. Um den Roboter zugänglicher wirken zu lassen, wurde Sally sogar mit einem westlichen New-York-Akzent ausgestattet. Die Schule betont ausdrücklich, dass Sally niemals menschliche Lehrkräfte ersetzen wird, sondern als zusätzliches Unterrichtswerkzeug dienen soll. Das System arbeitet offline in einer geschlossenen KI-Umgebung, sammelt keine persönlichen Daten, zeichnet weder Audio noch Video auf und sendet keine Informationen an den Hersteller. Anstatt fertige Antworten zu liefern, soll Sally die Schüler mit Hinweisen und Denkanstößen dazu bringen, selbstständig nachzudenken und den Lernstoff besser zu verstehen. ANZEIGE ANZEIGE Lehrkraft am Limit: Expertin rät zu neuen Wegen ins Klassenzimmer Nicht nur in den USA, auch in Deutschland hat sich der Lehrermangel zu einem gravierenden Problem entwickelt, das das Bildungssystem stark belastet. Unterrichtsausfälle und überlastete Lehrkräfte sind an der Tagesordnung. Im Schuljahr 2025/2026 fehlten in Deutschland schätzungsweise rund 35.000 Lehrkräfte. Diese Lücke wird durch Faktoren wie Pensionierungen, steigende Schülerzahlen und Teilzeitarbeit weiter verschärft. Aktuelle Prognosen der Kultusministerkonferenz (KMK) gehen davon aus, dass der Mangel bis zum Jahr 2030/31 auf bis zu 68.000 bis 76.000 fehlende Lehrkräfte ansteigen könnte. Expertin Viola Patricia Herrmann rät zu neuen Wegen: „Wir könnten zum einen mehr Quereinsteiger zulassen – nicht einfach so, sondern mit guter pädagogischer Ausbildung und echter Begleitung. Menschen mit Berufserfahrung aus der Praxis könnten eine enorme Bereicherung sein, wenn man ihnen die nötigen Werkzeuge an die Hand gibt“, so Herrmann. Potenzial sieht sie auch im digitalen Unterricht – nicht als Ersatz, sondern als Ergänzung. Erfahrene Lehrkräfte mit Spezialwissen könnten überregional eingesetzt werden, online zum Beispiel, um Schulen in besonders betroffenen Regionen zu entlasten. Außerdem plädiert sie dafür, den Lehrerberuf wieder aufzuwerten – nicht nur finanziell, sondern auch gesellschaftlich.

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