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Braunschweig: Familie findet kistenweise Knochen im Garten - sie stammen von Menschen

Nation

Bei Gartenarbeiten auf einem Grundstück im niedersächsischen Braunschweig hat eine Familie eine große Menge Knochen entdeckt. Nach Angaben des Grundstücksbesitzers Felix Chall beinhalten die Funde Zähne und größere Teile eines Skeletts. Gerichtsmediziner stellten fest, dass es sich um Menschenknochen handelte.

»Wir haben vor Ostern angefangen, Beetbegrenzungssteine wegzunehmen, um den Garten schönzumachen«, sagt Chall. Kurz nach Beginn der Arbeiten hätten sie zahlreiche Knochen entdeckt. »Egal wo, ob wir Beton oder Rasen weggenommen haben, überall waren Knochen«, sagt Chall. Er habe die Polizei gerufen, woraufhin die Spurensicherung kistenweise Gebeine abtransportiert habe. Zunächst hätten er und seine Frau geglaubt, dass es Knochen von Tieren seien.

Staatsanwaltschaft sieht keine Anzeichen für Straftaten

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat ihre Ermittlungen zu dem bizarren Fund inzwischen eingestellt. »Das Grundstück, auf dem die Knochen gefunden wurden, wurde offenbar in den Sechzigerjahren mit Friedhofserde aufgefüllt, die noch mit Knochen versetzt war«, teilt die Staatsanwaltschaft mit. Anhaltspunkte für Straftaten bestünden nicht.

Grundstücksbesitzer Chall erhofft sich trotzdem mehr Informationen darüber, wie die Gebeine in seinen Garten gelangt sind. Bei weiteren Arbeiten im Garten hätte er sechs weitere Kisten Knochen zutage gefördert.

Identität der Toten unklar

Stadtheimatpfleger Thorsten Wendt kennt sich mit Braunschweiger Lokalgeschichte aus. Die These, dass die Knochen aus alter Friedhofserde stammen, hält er für unschlüssig – dazu seien die Totenfunde zu gut erhalten. Zudem habe es in der Nähe des Fundorts weder eine Kirche noch einen Friedhof gegeben. »Die Theorie, dass in den Sechzigerjahren Erde aufgeschüttet wurde, steht im Raum. Aber so richtig belegen lässt sie sich nicht«, sagt Wendt. Die Identität der Toten werde wohl kaum aufgeklärt werden können.

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