Bremen: Tödlicher Faustschlag gegen Fußgänger - Polizei ermittelt Tatverdächtigen
Audioplayer wird geladen Anzeige Nach der tödlichen Auseinandersetzung zwischen einem Fußgänger und einem Autofahrer Anfang August in Bremen hat die Mordkommission der Polizei einen Durchbruch erzielt und einen 33 Jahre alten Deutschen als Tatverdächtigen ermittelt. Das teilten die Behörden in Bremen mit. Ein 56 Jahre alter Fußgänger war nach Polizeiangaben am 8. August mit dem Autofahrer in der Bremer Neustadt in einen Streit geraten. Daraufhin sei der Fahrer aus seinem Auto gestiegen und habe dem Fußgänger mehrere Faustschläge ins Gesicht verpasst. Anzeige Lesen Sie auch Der 56-Jährige sei daraufhin gestürzt und mit dem Kopf auf dem Boden aufgeschlagen. Er starb trotz sofortiger Reanimationsmaßnahmen noch vor Ort an seinen schweren Verletzungen. Noch ist unklar, ob sich die beiden Männer kannten oder was Auslöser für den Streit war. Der Autofahrer sei nach der Tat geflüchtet. Ein Augenzeuge hatte dem Sender RTL gesagt, der Autofahrer sei auf den Fußgänger zugelaufen und habe ihn „ohne jegliche Vorwarnung“ geschlagen. „Zwei Schläge waren das.“ Die gesamte Attacke habe sich innerhalb von wahrscheinlich 15 Sekunden abgespielt. Anzeige Tatverdächtiger offenbar jünger als zuvor angenommen Die Polizei hatte nach der Tat nach einem weißen Kleinwagen gesucht und die Bevölkerung um Unterstützung gebeten. Lesen Sie auch Nun sei es gelungen, das bei der Tat genutzte Fahrzeug zu identifizieren, teilte die Polizei mit. Die weiteren Ermittlungen hätten anschließend zu dem 33 Jahre alten deutschen Fahrzeugführer geführt. Die weiteren Ermittlungen wegen Körperverletzung mit Todesfolge dauerten an. Nähere Einzelheiten wurden nicht veröffentlicht. Zeugen hatten den Tatverdächtigen zuvor offenbar als etwa 55 Jahre alt beschrieben. Eine Langzeitstudie kam kürzlich zum Ergebnis, dass die Aggressivität im Straßenverkehr in den vergangenen Jahren zugenommen hat. „Nahezu alle 23 ermittelten Werte für aggressives Verhalten haben sich seit der letzten Studie 2023 nochmal weiter verschlechtert, einige sogar deutlich“, hatte Kirstin Zeidler, die Leiterin der Unfallforschung der Versicherer (UDV) im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), mitgeteilt. dpa/nw