Brics-Gipfel: Brics-Staaten rufen bei Gipfel zu Zurückhaltung im Irankrieg auf
Die elf Brics-Staaten haben bei ihrem Gipfeltreffen im indischen Neu-Delhi zu »maximaler Zurückhaltung« im Irankrieg aufgerufen. »Wir bringen unsere tiefe Besorgnis angesichts der anhaltenden Eskalation der Spannungen im Mittleren Osten/in Westasien zum Ausdruck«, hieß es in einer gemeinsamen Abschlusserklärung.
Die Staaten forderten, »Maßnahmen zu vermeiden, welche die Lage weiter verschärfen könnten«. Sie zeigten sich besorgt über »gezielte Angriffe« auf zivile Infrastruktur und Atomanlagen. Solche Attacken verstießen gegen das Völkerrecht sowie einschlägige Resolutionen der Internationalen Atomenergie-Organisation. »Nukleare Sicherungsmaßnahmen, Sicherheit und Schutz müssen stets gewahrt werden, auch in bewaffneten Konflikten«, hieß es in der Erklärung.
Xi Jinping ruft Brics-Länder zu Vermittlung im Konflikt auf
Beim zweitägigen Gipfeltreffen waren unter anderem der russische Präsident Wladimir Putin sowie seine Amtskollegen aus dem Iran und China, Massud Peseschkian und Xi Jinping, anwesend. Wie staatliche chinesische Medien berichteten, rief Xi in einer Rede die anderen Mitgliedsländer dazu auf, im Irankrieg eine Rolle als Friedensvermittler einzunehmen. Der Krieg in der Golfregion sei nicht im Interesse der internationalen Gemeinschaft, sagte Xi demnach.
Zudem sollten sich die Brics-Staaten »gegen Verletzungen der Souveränität anderer Länder und gegen Einmischung in deren innere Angelegenheiten stellen«, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua Chinas Staatsoberhaupt. Demnach forderte er die Staaten auch auf, »die Autorität der Vereinten Nationen zu wahren«.