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Brisante Aussagen: Projekt Naturkundemuseum droht zu scheitern - und damit der ganze Elbtower

Nation

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Der geplante Einzug des Naturkundemuseums in den Hamburger Elbtower droht zu scheitern. Auf eine Frage des „Hamburger Abendblatts“, wie hoch er die Wahrscheinlichkeit für eine Umsetzung des Projekts einschätze, sagte der Vorsitzende der SPD-Bürgerschaftsfraktion, Dirk Kienscherf: „Die schätze ich als gering ein.“

Nach der Pleite der Signa-Gruppe des österreichischen Immobilieninvestors René Benko ruhen beim Elbtower seit Oktober 2023 die Bauarbeiten. Seit Dezember 2024 verhandelt ein Konsortium um den Immobilieninvestor Dieter Becken mit dem Insolvenzverwalter Torsten Martini über den Kauf des halbfertigen Rohbaus am Ostende der HafenCity.

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Einer Eckpunktevereinbarung vom Oktober 2025 zufolge soll im Elbtower auch das geplante Naturkundemuseum untergebracht werden. Dafür will die Stadt fast die Hälfte des Gebäudes zu einem Festpreis von 595 Millionen Euro übernehmen. Genau das scheint nun aber auf der Kippe zu stehen.

Kienscherf: Es wird keinen Nachschlag geben

„Wir sind bereit, über das Teileigentum zu reden, wenn es dazu dient, das Naturkundemuseum zu realisieren“, sagte Kienscherf. Dazu seien Bedingungen formuliert worden, die den Investoren seit Monaten vorlägen. „Da wird es auch keinen Nachschlag geben“, betonte der SPD-Fraktionschef.

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Die Stadt habe ein Angebot vorgelegt. „Das bedeutet noch nicht, dass ein entsprechender Erwerb eines Teileigentums überhaupt zustande kommt“, sagte Kienscherf. Am Ende entscheide die Bürgerschaft. „Der Elbtower war und ist ein privates Bauobjekt, und kein Bürger in dieser Stadt muss befürchten, dass staatliches Geld zulasten der Steuerzahler reingeht.“

Elbtower sollte einmal 245 Meter hoch werden

Ursprünglich sollte der aktuell 100 Meter hohe Elbtower des Londoner Stararchitekten David Chipperfield mit 64 Stockwerken und 245 Metern Höhe Deutschlands dritthöchstes Gebäude werden. Nun sollen es nur noch 199 Meter werden, wie aus dem Bauvorbescheid vom März dieses Jahres hervorgeht.

An dem Konsortium sind neben Becken der Milliardär Klaus-Michael Kühne, die Versicherung Signal Iduna, das Bauunternehmen Adolf Lupp sowie der Gründer der Drogeriekette Rossmann, Dirk Roßmann, beteiligt.

lno/jlau

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