Britischer Premierminister Andy Burnham: „Merz sagte mir, die AfD sei eindeutig mit Russland verbandelt - finanziert, glaube ich“
Der britische Premierminister Andy Burnham berichtet nach einem Treffen mit Friedrich Merz von einer deutlichen Einschätzung des Bundeskanzlers zur AfD. „Merz sagte mir, dass die AfD eindeutig mit Russland verbandelt sei – finanziert, glaube ich“, sagte Burnham im Podcast „The Rest Is Politics“, der am Montag erschien. Eine Bestätigung oder Stellungnahme von Merz oder der Bundesregierung lag auf Anfrage des „Tagesspiegel“ zunächst nicht vor.
Burnham hatte Merz vergangene Woche in Berlin getroffen. Bei den Gesprächen soll es auch um Russlands Einfluss auf den Brexit gegangen sein. Als erster Regierungschef Großbritanniens hat Burnham eine Einmischung Russlands beim Brexit-Referendum vor zehn Jahren bestätigt. Er habe in der Regierungszentrale 10 Downing Street nachgefragt und die klare Antwort erhalten: „Ja, das gab es“, sagte Burnham im Podcast. Wie genau die russische Einmischung diesen Erkenntnissen zufolge aussah, sagte Burnham nicht. Spekulationen darüber hatte es schon seit Langem gegeben.
Es ist jetzt wichtig, diese Dinge klar und deutlich festzuhalten“, sagt Burnham
Auch in Deutschland gebe es sicherlich russische Desinformation, mit der Einfluss auf die Politik genommen werde, fügte er hinzu.
„Es ist jetzt wichtig, diese Dinge klar und deutlich festzuhalten. Ich glaube, dass dies den Wählerinnen und Wählern in Deutschland und Frankreich dabei hilft zu verstehen, dass einige dieser politischen Entwicklungen von unseren Gegnern, insbesondere Russland, gezielt angestoßen werden“, so Burnham weiter.