Brückenteil stürzt in Kirchhundem ab
Das bereits zusammengebaute Brückenteil lag auf einem Tieflader, als es kurz nach Beginn der Arbeiten seitlich wegknickte und herunterfiel. Die Bahn will jetzt zusammen mit den Firmen, die sie beauftragt hatte, gründlich untersuchen wie es zu dem Unfall auf der Baustelle kommen konnte.
Fachleute prüfen, ob das Bauwerk beschädigt worden ist und noch verwendet werden kann. Die Bahn teilte mit, den Brückeneinhub so schnell wie möglich nachholen zu wollen. Die Deutsche Bahn hat bereits angekündigt, dass sich die Arbeiten auf der Ruhr-Sieg-Strecke dadurch verzögern.
Kommen noch längere Einschränkungen für Pendler?
Durch die Panne beim Brückeneinbau müssen sich Pendler nun möglicherweise länger als bisher geplant auf Einschränkungen einstellen. Wann der reguläre Bauablauf wieder aufgenommen werden kann, hängt davon ab, was die Untersuchung des heruntergefallenen Brückenteils ergibt, so Bahnsprecher Fritz Esser.
Die Bauarbeiten sorgen schon seit Juli für erhebliche Einschränkungen. Auf gesperrten Abschnitten sind Ersatzbusse unterwegs. Die aktuelle Sperrung zwischen Finnentrop und Siegen sollte eigentlich bis zum 15. September dauern. "Wir verstehen ja auch die Enttäuschung der Kunden, dass die Sperrung der Strecke nicht wie geplant aufgehoben werden kann", so Fritz Esser.
Brückenpanne wirft Zeitplan durcheinander
Die neue Eisenbahnbrücke über dem Fluss Hundem sollte ebenfalls noch im September in Betrieb gehen. Ob dieser Zeitplan nach der Panne noch zu halten ist, ist offen. Gerade Kirchhundem stellt einen Schwerpunkt der Sanierung dar. Dort werden die drei Eisenbahnbrücken über Hundem/Fußweg, Olpe und Olpebach komplett erneuert.