Bruno Kramm von Gruftie-Band Das Ich stirbt nach Auftritt in Spanien
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Granada (Spanien) – Seine spezielle Musik nannte sich Neue Deutsche Todeskunst. Jetzt ist Gothic-Star und Produzent Bruno Kramm überraschend gestorben. Der Keyboarder und Sänger der Industrial-Band Das Ich („Gottes Tod“) wurde nur 58 Jahre alt. Die Umstände seines plötzlichen Todes sind noch ungeklärt. Kramm galt als gesund und hatte keine Anzeichen einer lebensbedrohlichen Krankheit. Er hinterlässt eine Ehefrau und zwei Kinder.
Am Samstagabend hatte Bruno Kramm mit seinem Band-Kollegen Stefan Ackermann ein Konzert im spanischen Granada gegeben. Kurz danach brach der Gruftie-Star in seiner Garderobe zusammen. Ein Augenzeuge alarmierte über den Notruf die andalusischen Rettungskräfte und berichtete, dass der Musiker zu ersticken drohte und nicht mehr ansprechbar sei.
Sanitäter stellten Bruno Kramms Tod fest
Kurz darauf rückten Sanitäter des Rettungsdienstes 061 sowie Beamte der Nationalpolizei zum Veranstaltungsort aus, um dem Musiker zu helfen. Als die Polizeibeamten gegen Mitternacht eintrafen, fanden sie Kramm bewusstlos in der Garderobe vor. Sie konnten sein Leben nicht mehr retten. Die Sanitäter bestätigten später den Tod von Bruno Kramm. Anschließend liefen die Formalitäten an, um den Leichnam nach Deutschland zu überführen. Die Nationalpolizei ging von Beginn an von einem natürlichen Tod aus. Eine Untersuchung wurde nicht eingeleitet.
Die Band Das Ich wurde 1989 von Bruno Kramm und Stefan Ackermann gegründet. Über mehrere Jahrzehnte hinweg erarbeitete sich die Gruppe einen festen Platz in der europäischen Industrial-Musikszene. Auch in Südamerika feierte Das Ich große Erfolge. Ihr Stil verbindet Post-Punk, Dark Wave und Gothic-Industrial mit philosophischen deutschen Texten und aufwendig inszenierten Bühnenshows.