Brustkrebs bei Männern: Selten, aber oft spät erkannt
Brustkrebs gilt als Frauenkrankheit. Doch jährlich erkranken auch rund 700 Männer in Deutschland – oft später erkannt und mit tödlicheren Folgen.
Jährlich erhalten in Deutschland mehr als 70.000 Frauen und rund 700 Männer die Diagnose Brustkrebs. Für Männer ist die Erkrankung häufig mit Scham und Unsicherheit verbunden: Viele wissen nicht, dass auch sie Brustkrebs bekommen können, und deuten Veränderungen an der Brust zunächst nicht richtig. Mustafa Idodou, Leiter des Brustzentrums am Klinikum Bremen-Mitte, spricht deshalb von besonderen Herausforderungen in Behandlung und Gefühlswelt.
Studien zeigen, dass Brustkrebs bei Männern zum Zeitpunkt der Diagnose häufig weiter fortgeschritten ist und deshalb öfter tödlich verläuft als bei Frauen. Männer sollten ihren Körper aufmerksam wahrnehmen, sich selbst abtasten und Veränderungen ärztlich abklären lassen.