Brutaler Öl-Schock vor der Fed: Trump macht Anlegern wieder Angst
Der Nahostkonflikt trifft die Märkte wieder mit voller Wucht. Die Ölpreise sprangen am Mittwoch kräftig an, nachdem die USA einen iranischen Angriff auf amerikanische Streitkräfte im Nahen Osten gemeldet hatten und Präsident Donald Trump harte Vergeltung ankündigte. Brent stieg Richtung 90 US-Dollar je Barrel, auch WTI legte deutlich zu. Damit ist die kurze Entspannung an den Energiemärkten vorerst vorbei. Nach Angaben des US-Zentralkommandos feuerten Einheiten der Islamischen Revolutionsgarde mehrere ballistische Raketen auf US-Streitkräfte ab. Die Geschosse seien abgefangen worden. Laut Axios soll ein US-Stützpunkt in Jordanien Ziel des Angriffs gewesen sein. Trump sagte gegenüber Fox News, der Iran werde "eine Tracht Prügel bekommen". Außerdem kündigte er an: "Wir werden hart zurückschlagen." Parallel griffen US-amerikanische und saudische Streitkräfte nach Angaben des US-Militärs Stellungen und Waffenlager von mit Iran verbundenen Milizen im Irak an. Hintergrund seien mehr als 30 Drohnenangriffe der vergangenen Tage gewesen, die sich gegen amerikanische Kräfte und saudische Energieinfrastruktur gerichtet hätten. Damit rückt auch die Sicherheit wichtiger Lieferwege wieder stärker in den Fokus – von der Straße von Hormus bis zum Roten Meer. Für Anleger kommt der Ölpreissprung zur Unzeit. Die US-Börsen gaben am Mittwoch vor der Zinsentscheidung der Federal Reserve nach. Der Dow Jones verlor zeitweise mehr als 400 Punkte, auch S&P 500 und Nasdaq notierten schwächer. Steigende Energiepreise könnten die Inflationssorgen neu anfachen und der Fed die Kommunikation erschweren, während der Markt ohnehin nervös auf Zinsen, Tech-Bewertungen und KI-Investitionen blickt. Exklusiv für wallstreetONLINE UserEröffnen Sie bis zum 31.08.2026 ein Depot bei Smartbroker+ und erhalten Sie einen Anteil Ihrer Lieblingsaktie in unserer Auswahl im Wert von 50 Euro. Besonders angeschlagen bleibt der Chip-Sektor. Halbleiterwerte standen zuletzt mehrere Tage in Folge unter Druck, belastet durch Zweifel an der Rentabilität massiver KI-Ausgaben und Sorgen vor stärkerer Konkurrenz aus China. Der neue Öl-Schock trifft damit auf einen Markt, der bereits dünnhäutiger geworden ist. Für Anleger heißt das: Der Nahostkonflikt ist wieder ein direkter Markttreiber. Öl wird erneut zur Angstwette auf Inflation, höhere Zinsen und eine mögliche Korrektur an den Aktienmärkten. Autorin: Gina Moesing, wallstreetONLINE Redaktion Achtung, Korrektur! 5 Werte vor dem Abgrund Mehr anzeigen Melden Sie sich HIER für den Newsletter der wallstreetONLINE Redaktion an - alle Top-Themen der Börsenwoche im Überblick! Verpassen Sie kein wichtiges Anleger-Thema! Für Beiträge auf diesem journalistischen Channel ist die Chefredaktion der wallstreetONLINE Redaktion verantwortlich. Die Fachjournalisten der wallstreetONLINE Redaktion berichten hier mit ihren Kolleginnen und Kollegen aus den Partnerredaktionen exklusiv, fundiert, ausgewogen sowie unabhängig für den Anleger. Die Zentralredaktion recherchiert intensiv, um Anlegern der Kategorie Selbstentscheider relevante Informationen für ihre Anlageentscheidungen liefern zu können. NEU: Podcast "Börse, Baby!" Mehr anzeigen