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Buchung ab Mittwoch: Neuer Bahn-Fahrplan bringt mehr Sprinter-Züge - und viele Baustellen

Nation

Start Mitte Dezember

Ab Mittwoch buchbar: Neuer Bahn-Fahrplan bringt mehr Sprinter-Züge – und viele Baustellen

Stand: 13.10.2026 14:55 Uhr

Ab Mittwoch können Bahntickets für Fahrten ab 13. Dezember gebucht werden. Dann tritt der neue Fahrplan der Deutschen Bahn in Kraft. Er bringt neue und schnellere Verbindungen im In- und Ausland – aber auch Einschränkungen durch Baustellen. Auch der private Bahn-Konkurrent Flixtrain baut sein Angebot aus.

von MDR AKTUELL

Der neue Bahn-Fahrplan ab Mitte Dezember bringt mehr schnelle Sprinter-Züge.

Für Mitteldeutschland ergeben sich neue Verbindungen, aber auch Einschränkungen.

Die Zahl der täglichen Fahrten ins Ausland steigt weiter.

Mit dem Fahrplanwechsel Mitte Dezember bietet die Deutsche Bahn mehr besonders schnelle ICE-Verbindungen sowie Züge ins Ausland an. Wie das Unternehmen mitteilte, wird unter anderem eine neue sogenannte ICE-Sprinter-Verbindung zwischen Hamburg und München eingeführt. Die Züge verkehren drei Mal täglich und halten nur in Hannover und Nürnberg – die Fahrzeit reduziert sich nach Bahn-Angaben auf fünf Stunden und 20 Minuten.

Der neue Fahrplan gilt ab dem 13. Dezember – Fahrten ab können ab diesem Mittwoch gebucht werden.

Halbstundentakt zwischen Berlin und Hamburg

Auf der Strecke Berlin-Stuttgart wird der "Sprinter"-Verkehr zudem ausgeweitet: Die schnelle Verbindung verkehrt künftig dreimal statt einmal täglich je Richtung. Die Fahrt dauert planmäßig vier Stunden und 45 Minuten und ist somit etwa eine Stunde kürzer als die ICE-Verbindung mit Halt in Frankfurt.

Zwischen Berlin und Hamburg verkehren die Züge nach Einschränkungen wieder im Halbstundentakt.

Ab kommendem Jahr täglich 320 Fahrten ins Ausland

Hinzu kommen neue Auslandsverbindungen nach Italien, Frankreich, Österreich und Dänemark. 2027 wachse das internationale Angebot auf mehr als 320 Fahrten pro Tag – das seien 20 mehr als bislang und rund 20 Prozent mehr als noch vor fünf Jahren, erklärte der Konzern.

Züge zwischen Hamburg und Kopenhagen fahren ab März sieben Mal täglich – bisher sind es fünf Mal. Von Stuttgart nach Paris fahren künftig zwölf statt 10 Züge, zwischen Frankfurt und Wien sind es 14 statt 12. Ab Sommer gibt es in Zusammenarbeit mit der italienischen Trenitalia und den Österreichischen Bundesbahnen eine neue Direktverbindung zwischen München, Mailand und Rom.

Baustellen verzögern Fahrzeiten teils deutlich

Mehr als 200 Städte in 14 Ländern seien dann direkt von Deutschland aus erreichbar, hieß es. Mittlerweile ist zudem der Ticketkauf für die Bahn-Anbieter in anderen Ländern einfacher. Mehr als 10.000 europäische Reiseziele können die Kunden bereits im DB Navigator buchen.

Zugleich bleibt das Baustellenaufkommen im Streckennetz der DB hoch. Umfassend saniert werden die Strecken Hannover-Berlin, Hanau-Fulda und Rosenheim-Freilassing/Salzburg. Planmäßig verlängern sich die Fahrten teils deutlich – zwischen Hannover und Berlin etwa um rund 80 Minuten.

Ticketpreise steigen nicht

Üblicherweise kündigt die Deutsche Bahn im Herbst auch Preisanpassungen an. DB-Chefin Evelyn Palla hatte jedoch bereits im Frühjahr mitgeteilt, die Ticketpreise im Fernverkehr ein weiteres Jahr nicht zu erhöhen.

"In Zeiten teurer Kraftstoffe bleibt die Bahn eine gute und günstige Alternative zu Auto und Flugzeug", betonte Fernverkehrschef Michael Peterson.

Pünktlichkeit im Fernverkehr zuletzt bei nur 52 Prozent

Zuletzt war nahezu jeder zweite Fernzug unpünktlich - das heißt, er kam mindestens sechs Minuten zu spät an. Die Pünktlichkeitsquote lag nach Bahn-Angaben im Fernverkehr im September bei 52,4 Prozent.

Bahn-Chefin Palla hatte für das laufende Jahr ein Pünktlichkeitsziel von mindestens 60 Prozent im Fernverkehr ausgegeben. Bis Ende 2029 sollen mindestens 70 Prozent der Züge pünktlich kommen.

Mehr Verbindungen auch bei Flixtrain

Auch der private Bahn-Konkurrent Flixtrain baut sein Fernzug-Angebot mit dem Fahrplan für 2027 aus. Das Unternehmen teilte mit, die Kapazitäten würden verdoppelt und die Takte verdichtet. So gebe es zwischen Hamburg und Berlin statt 14 künftig bis zu 20 Fahrten täglich, in Spitzenzeiten sollen auf der Strecke stündlich Flixtrain-Züge rollen.

Auch auf Strecken wie Köln-Berlin, Frankfurt-Berlin oder Köln-Hamburg werde das Angebot deutlich ausgebaut. Tickets für Fahrten ab dem 13. Dezember können bei Flixtrain ebenfalls ab Mittwoch gebucht werden.

dpa, AFP, MDR (fef)

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