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Buckelwal "Hartwin": Tod in der Ostsee, Experten suchen nach Gründen

Nation

Der seit mehreren Wochen in der Ostsee schwimmende Buckelwal „Hartwin“ ist womöglich tot. „Um 08:16 Uhr wurde der Wasserschutzpolizei gemeldet, dass ein lebloser Wal im Greifswalder Bodden treibt“, teilte Umweltminister Till Backhaus (SPD) mit. Wenige Stunden später fuhr eine Expertin des Deutschen Meeresmuseums Stralsund mit einem Boot hinaus und bestätigte den Tod des etwa sieben Meter langen Buckelwals, der nahe der Fahrrinne auf dem Rücken im Wasser trieb. Wie die Webseite „Segelreporter“ schrieb habe die Besatzung der polnischen Yacht „Dar Szczecina“ zunächst ein lebloses Trier im Wasser treiben gesehen. Für die Organisation „Stranded No More“ scheint sicherEses handelt sich offenbar um den Buckelwal „Hartwin“, der bereits seit einigen Wochen in der Ostsee unterwegs war. Der WWF und das Deutsche Meeresmuseum legen sich indes noch nicht fest. Erst im Frühjahr war vor der Insel Poel nahe Wismar in Mecklenburg-Vorpommern ein Buckelwal gestrandet. Das von vielen Menschen „Timmy“ genannte Tier wurde in einer umstrittenen, aufwendigen Aktion in die Nordsee transportiert, wenige Tage später jedoch tot vor der dänischen Insel Anholt angespült. Ein Behördenschiff hat laut dem Deutschen Meeresmuseum in Stralsund damit begonnen, den toten Wal an Gurten in Richtung Stralsund zu ziehen. Vor der Hansestadt liegt die kleine Insel Dänholm, auf der sich das Nautineum befindet, eine Außenstelle des Deutschen Meeresmuseums. Am späteren Abend soll der Transport dort eintreffen, wie eine Sprecherin des Museums sagte. Am Freitag sei geplant, dass Wissenschaftler den Meeressäuger sezieren. In den vergangenen Wochen war immer wieder ein Wal an der Küste gesichtet worden, zuerst vor Kiel, dann immer weiter östlich: im Hafenbecken von Wismar, vor dem Ostseebad Wustrow und zuletzt am vergangenen Samstag in der Nähe des polnischen Badeortes Miedzyzdroje. Experten des WWF Polen überprüften den Zustand des Meeressäugers. Er schwamm frei, hatte sich nicht in Fischernetze verfangen. Die private Organisation „Stranded No More“ war sich bereits früh sicher, dass es sich bei dem Tier um einen Buckelwal namens „Hartwin“ handeln soll. Dieser wurde über Monate von der Organisation beobachtet, zunächst war er im Bereich der britischen Inseln geschwommen. Kurz nach Bekanntwerden des Walfundes im Greifswalder Bodden meldete sich die Organisation auf Instagram erneut zu Wort und fordert eine „Stellungnahme dazu [...], was wie sehr große und tiefe Schnitte an der Seite des Wales aussieht“. Im Posting teilt die Organisation das Bild eines Wals, der im Wasser liegt und scheinbar tiefe Einschnitte an der Seite aufweist. Ob es sich dabei um Aufnahmen des aktuellen Walfundes handelt, kann jedoch nicht verifiziert werden. Während sich die selbst ernannten Tierschützer sicher sind, dass „Hartwin“ tot ist, bestätigen offizielle Seiten und der World Wildlife Fund erst einmal die „Identität“ noch nicht. Ein Boot der polnischen Wasserrettung hatte den Wal anschließend auf seinem Weg nach Osten in die Nähe des Küstenortes Wiselka eskortiert. „Ob es sich bei dem jetzt im Greifswalder Bodden aufgetauchten Wal um das gleiche Exemplar handelt, wissen wir nicht“, sagte Sprecher Stanislaw Poplochodzki vom WWF Polen der Deutschen Presse-Agentur. Ob es sich bei all den Sichtungen um ein und dasselbe Tier handelte, ist bislang unklar. Möglicherweise könne man mehr sagen, wenn der Meeressäuger aus dem Wasser komme und man seinen Rücken sehen könne, sagte die Sprecherin des Deutschen Meeresmuseums mit Blick auf die geplante Obduktion am Freitag. Fotos von den Sichtungen zeigen den Rücken des Wals.

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