Buckelwalkuh weicht stundenlang nicht von totem Jungtier
Immer wieder tauchte der Wal zu dem Kalb ab, berührte es mit dem Kopf und der Brustflosse. Teilweise lag das Weibchen mindestens eine Minute lang regungslos neben dem Kalb. Dieses Verhalten setzte sich über den gesamten Beobachtungszeitraum von zwei Stunden fort.
Zum ersten Mal überhaupt sei damit ein solches, an Trauer erinnerndes Verhalten bei Bartenwalen beschrieben worden, heißt es in dem von Olaf Meynecke vom Whales & Climate Research Program der Griffith University in der Fachzeitschrift »Discover Animals« veröffentlichten Bericht. Bekannt ist ein solches Verhalten bereits von Zahnwalen wie etwa Orcas.
Möglicherweise blieben die Mutter und ein anderer ausgewachsener Wal in dem nun erfassten Fall sogar länger in der Nähe des toten Kalbs. Am 18. und 19. Juli wurden in derselben Gegend erneut zwei erwachsene Buckelwale beobachtet, die dort mehrere Stunden lang kreisten. Ob es sich dabei tatsächlich um dieselben Tiere handelte, ließ sich allerdings nicht abschließend bestätigen.