DAX +0,41 % 25.465,26 Pkt 15:52:41 MDAX +0,63 % 32.309,02 Pkt 15:52:41 Euro Stoxx 50 -0,54 % 6.255,56 Pkt 15:52:30 Dow Jones -0,30 % 52.052,65 Pkt 16:07:40 S&P 500 -0,26 % 7.394,09 Pkt 16:07:34 Nasdaq -0,80 % 24.731,40 Pkt 16:07:41 Nikkei -1,49 % 61.434,19 Pkt 08:45:03 Gold +0,68 % 4.063,80 USD 15:57:40 Silber -0,36 % 57,09 USD 15:57:34 Brent +7,21 % 90,15 USD 15:55:58 WTI +7,03 % 84,83 USD 15:57:35 Bitcoin +0,91 % 64.454,47 USD 16:07:30 EUR/USD +0,23 % 1,13950 USD 16:07:23 EUR/GBP +0,16 % 0,85680 GBP 16:07:40 EUR/CHF +0,10 % 0,93230 CHF 16:07:40 EUR/JPY +0,18 % 186,531 JPY 16:07:40

Bundesamt warnt: Diese Handy-Funktion sollte man nur bei Bedarf anschalten

Technologie

Smartphones bieten viele Verbindungsoptionen, was im Alltag praktisch ist. Dank Bluetooth lassen sich Freisprechanlagen im Auto, kabellose Kopfhörer oder Lautsprecher nutzen. Doch genau diese Konnektivität kann auch zum Sicherheitsrisiko werden. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) rät deshalb dazu, „Drahtlosschnittstellen wie Bluetooth in den Einstellungen Ihres Geräts zu deaktivieren, wenn Sie diese nicht benötigen.“ Das gilt vor allem dann, wenn Sie unterwegs sind, doch auch zu Hause sollte das beachtet werden. „Kommen mehrere Umstände zusammen, kann ein räumlich naher Angreifer eventuell Datenübertragungen mitlesen“, so das BSI. Das kann theoretisch auch eine Person draußen auf der Straße sein, wenn das Handy im Zimmer liegt. Doch welche Gefahren drohen dadurch realistisch? Welche Angriffe durch eingeschaltetes Bluetooth möglich sind Die größte Gefahr bei Bluetooth-Geräten wie Lautsprechern, Earbuds, Kopfhörern oder kabellosen Mikrofonen ist das Abhören der Nutzer. Im Zusammenhang mit der Grönland-Krise warnten im Januar 2026 die dänischen Militärgeheimdienste zum Beispiel alle Behörden, Verwaltungen und Polizeidienste vor der Nutzung von Bluetooth-Headsets und Airpods während des Dienstes. Darauf weist ein Bericht von Malwarebytes aus Juli 2025 hin. Demnach habe die deutsche IT-Sicherheitsfirma Enno Rey Netzwerke GmbH (ERNW) drei Schwachstellen gefunden, mit der Angreifer Bluetooth-Verbindungen ausnutzen und Befehle an das Handy senden könnten. ANZEIGE ANZEIGE Dadurch könnten etwa Anrufe gestartet oder empfangen oder auch Anrufhistorie und Kontakte eingesehen werden. Um unbemerkt abzuhören, muss das Abhörgerät eingeschaltet sein, darf aber nicht aktiv genutzt werden. Da diese Geräte jeweils nur eine Bluetooth-Verbindung gleichzeitig verarbeiten können, würde die legitime Verbindung unterbrochen, sobald sich ein Angreifer verbindet – was der Nutzer wahrscheinlich bemerken würde. Risiko ist zum Glück eher gering Belgische Wissenschaftler der KU Leuven haben zudem unter dem Namen „Whisperpair“ eine Forschungsarbeit veröffentlicht, bei der das Google „Fast Pair“ Protokoll untersucht wurde. Hierbei waren Angriffe durch unautorisiertes Koppeln möglich, die folgendes ermöglichen: Abspielen von Audio Einschalten des Mikrofons und dadurch Mithören durch Dritte Dauerhaftes Standort-Tracking über Google Find Hub Betroffen davon ist also nicht Bluetooth im Allgemeinen, sondern konkret Fast Pair. Aber auch das von Dell verwendete BlueBorne-Protokoll fiel bereits durch Schwachstellen auf. Achtung: Der Flugmodus oder Offline-Modus deaktiviert nicht bei jedem Handy auch die Bluetooth-Verbindung. Oft lässt sich Bluetooth trotz dieses Modus auch wieder separat aktivieren. Prüfen Sie daher genau, ob die Funktion ausgeschaltet ist. Die beruhigende Nachricht: Es ist eher unwahrscheinlich, dass Angriffe via Bluetooth in großem Stil durchgeführt werden, da hierfür mehrere Bedingungen zusammenkommen müssen. ERNW merkt an, dass ein Bluetooth-Angriff zwar ein ernstes Szenario wäre, doch es brauche dafür viel Erfahrung seitens der Angreifer und die räumliche Nähe zum Zielgerät. Das ist für den durchschnittlichen Internet-Betrüger ein viel zu hoher Aufwand. Doch auch abseits von Sicherheitsaspekten schont ein ausgeschaltetes Bluetooth den Akku des Smartphones. Daher sollte die Funktion immer deaktiviert werden, wenn sie nicht in Gebrauch ist.

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren