Bundesanwaltschaft: Mutmaßlicher IS-Anhänger soll Anschlag in Bremen geplant haben
Die Bundesanwaltschaft hat in Brandenburg einen mutmaßlichen IS-Anhänger verhaften lassen. Der 24-jährige irakische Staatsbürger soll einen Anschlag in Bremen geplant haben. Ihm werden die versuchte Gründung einer terroristischen Vereinigung, die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat und ein Verstoß gegen das Waffengesetz vorgeworfen.
Der Tatverdächtige habe im Frühjahr 2025 gemeinsam mit anderen geplant, Anschläge gegen »aus seiner Sicht Ungläubige« zu begehen, teilte die Bundesanwaltschaft mit. Zu diesem Zweck habe er sich bereits eine Schusswaffe beschafft und eine Kirche in Bremen ausgekundschaftet. Diese sollte demnach das erste Anschlagsziel der Gruppe sein.
Er habe für seine Pläne eine weitere Person gewinnen können, die aber noch unbekannt sei, teilte die Bundesanwaltschaft weiter mit. »Das Anwerben weiterer Personen scheiterte.«
Tatverdächtiger in Untersuchungshaft
Beamte des Bundeskriminalamts und der Bundespolizei hatten den 24-Jährigen im Landkreis Barnim festgenommen. Er wurde dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt, der Untersuchungshaft anordnete.
Der IS beherrschte einst große Gebiete in Syrien und dem benachbarten Irak. Verschwunden ist die Bedrohung in Syrien nicht, die Zahl der Anschläge ging aber deutlich zurück. In Deutschland standen bereits zahlreiche Anhänger des IS vor Gericht.