Bundesanwaltschaft: Taucher nach Nord-Stream-Anschlag festgenommen
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Berlin/Pula – Die Bundesanwaltschaft hat im Kontext der mutmaßlichen Sabotage an den Nord-Stream-Pipelines einen weiteren Verdächtigen festnehmen lassen. Der ukrainische Staatsangehörige Vladimir Z. wurde am Mittwochmorgen in Pula in Kroatien gefasst. Es ist die zweite Festnahme in dem Fall. Der Zugriff erfolgte durch kroatische Polizisten. Grundlage war ein Europäischer Haftbefehl des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs.
Der Verdacht: Vladimir Z. soll einer der Taucher gewesen sein, die im September 2022 Sprengsätze an den Gaspipelines Nord Stream 1 und Nord Stream 2 anbrachten. Die Bundesanwaltschaft wirft Z. unter anderem vor, gemeinschaftlich eine Sprengstoffexplosion herbeigeführt, verfassungsfeindliche Sabotage begangen und Bauwerke zerstört zu haben.
In Polen entkommen, in Kroatien geschnappt
Der jetzt in Kroatien gefasste Z. soll den deutschen Ermittlern schon länger bekannt gewesen sein. Bereits im vergangenen Jahr soll er in Polen aufgespürt und vorübergehend festgenommen worden sein. Die polnische Justiz lieferte ihn damals jedoch nicht nach Deutschland aus und er kam wieder frei. Nun ging er den Ermittlern in Kroatien ins Netz. Nach seiner Überstellung aus Kroatien nach Deutschland soll Vladimir Z. dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden.