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Bundesliga: Borussia Dortmund besiegt den HSV nach Blitzstart

Sport

Am 2:0 (2:0)-Sieg am Samstag im heimischen Westfalenstadion hatten die Neuverpflichtungen gleich großen Anteil. Karetsas legte das erste BVB-Saisonstor durch Serhou Guirassy (9. Minute) vor.

Konstantelias (45.+1) traf kurz vor der Pause zum 2:0, war dann allerdings in Halbzeit zwei der Anlass zu Sorgenfalten, als er sich bei einem Zweikampf das Knie verdrehte und ausgewechselt werden musste. "Ich hoffe, dass es nicht allzu schlimm ist. Wobei ich dabei wenig Hoffnung habe", gestand Dortmunds Trainer Niko Kovac im Sportschau-Gespräch. Eine schwere Knieverletzung könnte den Griechen für Monate außer Gefecht setzen. Eine Untersuchung am Sonntag soll Gewissheit bringen.

Inacio fliegt kurz nach Einwechslung vom Platz

Und dann war da noch als weiterer Wehrmutstropfen für Dortmunds Siegerlaune die Rote Karte, die sich der gerade erst eingewechselte Samuele Inacio mit seiner ersten Defensivaktion abholte (77.).

Spätestens damit brachte sich Dortmund selbst in die Bredouille. So fiel auch das Fazit von Kapitän Waldemar Anton aus. "Wir haben eine brutal gute erste Halbzeit gespielt, eine perfekte erste Halbzeit", lobte er gegenüber der Sportschau, meinte aber auch: "Dann wurde es ein bisschen unsauber. Das ist das, was wir aufarbeiten werden und müssen." Bei der Borussia hakte es also nach hinten raus. Doch ein in Halbzeit zwei verbesserter HSV belohnte sich nicht mit wenigstens einem Treffer und nimmt nichts mit nach Hause an die Elbe. Dortmund darf sich zumindest über eine dominante erste Halbzeit und drei Punkte freuen.

Karetsas zaubert mit Guirassy zu Dortmunds Führung

Beim HSV kam Teenager Julius Lemke zu einem ersten Bundesliga-Startelf-Einsatz. BVB-Trainer Niko Kovac schenkte mit Karetsas, Konstatelias und Joane Gadou direkt drei seiner Top-Transfers zum Bundesliga-Start das Vertrauen.

Und das zahlte sich früh aus: Edeltechniker Karetsas zauberte schon nach knapp neun Minuten Guirassy mit einem doppelten Doppelpass Richtung Strafraum und der Borussia-Stürmer traf von halbrechts direkt mit seinem ersten Abschluss zum 1:0 ins lange Eck. Von Ladehemmung an dieser Baustelle der Vor-Saison also keine Spur.

Und die Schwarz-Gelben machten erst einmal weiter. In der Zentrale dominierte Dortmund mit Jobe Bellingham und Felix Nmecha. Über die Schienen machten Julian Ryerson und Maximilian Beier Druck und auch die "griechische Zauberzange" mit Karetsas und Konstantelias funktionierte einwandfrei. Letzterer hatte nach 33 Minuten auch das 2:0 auf dem Fuß, verzog aber aus dem Stand aus zwölf Metern deutlich.

BVB-Defensive kaum geprüft

Vom HSV war im ersten Durchgang aufgrund der Borussia-Dominanz nicht viel zu sehen. Und wenn es doch mal Richtung Strafraum ging, war die aufmerksame Dreierkette um Waldemar Anton zur Stelle. Auf der Habenseite standen bei den Gästen zur Pause: 0 Ecken, 0 Torschüsse.

Was auf der anderen Seite fehlte zum Dortmunder Glück, war eigentlich nur ein zweiter Treffer. Den hatte Karetsas kurz vor der Pause auf dem Fuß, doch seinen abgefälschten Schuss aus 16 Metern nach einem schönen Schlenker nach innen parierte Schlussmann Daniel Heuer Fernandes. Konstantelias gelang das besser. Auf Zuspiel von Beier erhöhte er mit Hilfe von Sebastiaan Bornauws Knie auf 2:0.

Hamburg kommt mutiger aus der Kabine

Zur Pause war also in Dortmund erst einmal alles in Butter. Allerdings schien HSV-Trainer Merlin Polzin seinem Team in der Kabine eine Frischekur verpasst zu haben. Die Gäste begannen mutiger, gaben nach 49 Minuten durch Albert Grönbaek ihren ersten Warnschuss ab. Kurz darauf traf Patson Daka einen Kopfball nicht richtig.

Allerdings hatte der BVB auch direkt im Gegenzug durch einen Karetsas-Schuss und den Nachschuss von Konstantelias gleich wieder gute Möglichkeiten. Kurz darauf war für Konstantelias jedoch mit einer Knie-Verletzung Schluss. Dafür fingen die Gäste jetzt erst richtig an. Die Hamburger nahmen die Zweikämpfe an und suchten weiter den Weg nach vorne.

Dortmunds Inacio kommt - und sieht direkt Rot

Die beste Möglichkeit hatte Daka (67.), der einen Kopfball nur an den rechten Außenpfosten setzte. Auf der BVB-Bank diskutierte das Brüder-Duo Kovac die Möglichkeiten seines Teams. Die Antwort war ein Dreierwechsel mit der Hereinnahme von Neuzugang Joey Veerman, Filippo Mane und eben Inacio (75.). Für den war knapp 120 Sekunden später wieder Schluss, weil er in seiner ersten Aktion mit der Sohle voran in Grönbaek rutschte und dafür die Rote Karte sah (77.).

In Unterzahl ging es also für die Borussia in die Schlussphase und so schalteten die Schwarz-Gelben eher in den Kampf- und Ballbesitzmodus. Das reichte am Ende.

Dortmund in Hoffenheim, HSV gegen Mainz

Am Dienstag (01.09.2026, 20.45 Uhr) geht es für Dortmund nach Hamburg ins Volksparkstadion. Aber dann ist nicht der HSV der Gegner, sondern Oberligist HEBC Hamburg in der 1. Runde des DFB-Pokals. In der Bundesliga geht es am 2. Spieltag am Samstagnachmittag für die Schwarz-Gelben zur TSG Hoffenheim (15.30 Uhr). Der HSV darf dann am Sonntagnachmittag selbst im Volkspark gegen den 1. FSV Mainz 05 ran (15.30 Uhr).

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