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Bundesliga: Freiburg stürzt Gladbach ganz tief in die Krise

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Beim 5:0 (2:0) trafen der ehemalige Gladbacher Yannik Engelhardt (23. und 79. Spielminute) und Igor Matanovic (29. und 77.) für die Freiburger jeweils doppelt. Maximilian Eggestein setzte den Schlusspunkt (86.) unter eine makellose Leistung der Breisgauer.

Gladbach hingegen präsentierte sich erst fehlerhaft und harmlos, später dann völlig desolat. Zu allem Überfluss kam noch die Ampelkarte gegen Kapitän Tim Kleindienst (52.) hinzu.

SCF-Trainer Schuster will sich "Demut" erhalten

"Das Wichtigste, um dauerhaften Erfolg zu haben, ist die Bodenständigkeit und Demut", sagte Trainer Julian Schuster nach der Partie in gewohnter Freiburger Bescheidenheit. "Wichtig ist, dass man geschlossen auf den Platz geht und für den Mitspieler arbeitet. Für den Moment ist das sehr, sehr gut. Es sind Nuancen, die Spiele entscheiden können, aber die können wir beeinflussen, und das tun wir im Moment."

Während die Freiburger ihren historisch guten Start mit drei Bundesliga-Siegen zum Auftakt perfekt machten und als neuer Spitzenreiter weiter auf der Erfolgswelle reiten, sieht es bei Mönchengladbach düster aus: Auf eine vielversprechende Vorbereitung setzte es zum Saisonstart die dritte Niederlage in Serie. Die Rückendeckung der Vereinsführung für Polanski dürfte nach dem katastrophalen Auftritt in Freiburg kaum mehr vorhanden sein.

Polanskis "bittere Bundesliga-Realität"

"Es ist bittere Bundesliga-Realität", sagte Polanski. "Wenn wir so verteidigen, wie wir verteidigen, ist es extrem schwierig. Wir können es deutlich besser, aber es ist immer wieder samstags erschreckend, wie wir dann verteidigen."

Über seine persönliche Zukunft als Gladbacher Trainer wollte der 40-Jährige nicht groß sprechen: "Die Kritik ist berechtigt, wir haben null Punkte und ich stehe an vorderster Front. Trotzdem werden wir uns vernünftig zusammensetzen, die weitere Marschroute besprechen und dann gucken, was herauskommt."

Gladbach bricht nach guter Anfangsphase ein

Eine der besten Phasen hatten die Gladbacher kurioserweise direkt zu Beginn des Spiels. Polanski hatte zwei Veränderungen an seiner Startelf vorgenommen: David Herold und Robin Hack bildeten die neu besetzte linke Seite. Zunächst schien dieser Schachzug aufzugehen, Gladbach kam gut in die Partie und setzte Freiburg unter Druck, ohne aber wirklich gefährlich zu werden.

Dann aber drehten die Gastgeber auf. Innerhalb kürzester Zeit erspielte sich der SCF mehrere Chancen, sodass der Führungstreffer Engelhardts schon zu diesem Zeitpunkt hochverdient war. Der Ex-Gladbacher profitierte bei einem auf den zweiten Pfosten getretenen Eckball von einem Fehler des sonst so sicheren Gladbacher Torwarts Moritz Nicolas, der den Ball unterlief und Engelhardt so das einfache Einköpfen ermöglichte.

Freiburg legt nach: Matanovic trifft per Direktabnahme

Freiburg war nach der zurückhaltenden Anfangsphase jetzt absolut Herr im Haus, wirkte deutlich spritziger und auch fußballerisch reifer als die Gäste. Gut fünf Minuten nach dem 1:0 legten die Breisgauer nach: Matthias Ginter spielte einen überlegten Pass an die Strafraumkante, den Matanovic mit einer herrlichen Direktabnahme zum zweiten Freiburger Tor verwertete.

Immerhin: Gladbach bäumte sich jetzt etwas auf und sicherte sich wieder mehr Spielanteile. Polanski, der das Spielgeschehen mit grimmiger Miene verfolgte, sah aber einen wenig inspirierten Auftritt seiner Mannschaft. Auch Kleindienst, unter der Woche wegen seiner scharfen Kritik an seinen Teamkollegen in den Schlagzeilen, war kein Faktor. Der Kapitän fiel allenfalls durch seine körperlich intensive Gangart auf und ging Gelb-vorbelastet in die Kabine.

Gladbach-Kapitän Kleindienst nimmt sich aus dem Spiel

Polanski reagierte zur Pause, brachte Shuto Machino für den unauffälligen Hugo Bolin. Die Fohlen starteten dann auch mit frischer Energie in den zweiten Durchgang - doch der nächste Rückschlag ließ nicht lange auf sich warten: Kleindienst stieg auf Philipp Lienharts Fuß und wurde von Schiedsrichter Richard Hempel mit der Ampelkarte des Feldes verwiesen - eine harte Entscheidung, aufgrund weiterer Vergehen Kleindients aber vertretbar.

Lange wehrten sich die Fohlen erfolgreich gegen weitere Gegentreffer, auch weil Freiburg ein wenig in den Verwaltungsmodus schaltete. In der Schlusspahse drehte der SC aber noch einmal auf: Matanovic und Engelhardt schnürten jeweils den Doppelpack. Erst köpfte der Kroate eine Flanke von Jordy Makengo unter die Latte, kurz darauf versenkte Engelhardt eine weitere starke Ginter-Hereingabe zum 4:0 für die Freiburger. Den Schlusspunkt gegen jetzt völlig desolate Gladbacher setzte Eggestein per Abstauber.

Freiburg in Frankfurt, Gladbach gegen Mainz

Freiburg geht am Samstagnachmittag bei Eintracht Frankfurt in der jetzigen Form als Favorit ins Spiel (15.30 Uhr). Gladbach empfängt zur selben Zeit Mainz 05. Ob Polanski dann noch Trainer der Fohlen ist, werden die nächsten Tage zeigen.

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