Bundesliga: Gladbach-Held entschuldigt sich nach Gala beim VfB Stuttgart
TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen
Ein 17-Jähriger zaubert Gladbach aus der Krise! Mit seinem Gala-Auftritt hatte Wael Mohya (17) einen Riesenanteil am ersten Borussia-Sieg der Saison in Stuttgart (3:2), der verhinderte, dass der Klub alleiniger Negativ-Rekordhalter mit sieben Niederlagen wurde. Das Juwel jubelte aber nicht nur, sondern sagte auch „Sorry“.
Was war passiert? In der 51. Minute setzte sich Mohya überragend gegen Assignon durch und bediente Shuto Machino (27), der Borussia Mönchengladbach mit dem Treffer zum 2:1 auf die Siegerstraße brachte. Beim U21-Nationalspieler spielten dann die Gefühle verrückt, er baute sich vor der Stuttgarter Kurve auf und jubelte provokativ in ihre Richtung. Eine Aktion, die ihn selbst trotz des Erfolgserlebnisses noch nach dem Abpfiff sehr beschäftigte. Von BILD auf die Szene angesprochen, bat Mohya nachträglich um Verzeihung: „Ich wollte mich bei den Stuttgart-Fans entschuldigen. Natürlich wusste ich genau, was ich da mache, aber das war ein dummer Fehler. Ich denke, dass jeder mal Fehler macht, da sind bei mir die Emotionen einfach übergekocht.“
Mohya über ersten Sieg: „Das ist geil!“
Es war aber der einzige Moment, in dem Mohya (BILD-Note 1) an diesem Abend etwas falsch machte. Ansonsten glänzte der Gladbach-Teenie eine Woche nach seinem Tor gegen Hoffenheim (1:2) schon wieder, nach seinem Weltklasse-Assist legte er per Kopf das 3:1 nach, nachdem er selbst mit einem Schuss die Situation mit eingeleitet hatte. Mohya: „Uns allen ist ein Stein vom Herzen gefallen, das ist geil und wir haben uns das alle verdient. Es ist natürlich doppelt so cool, wenn man mit drei Punkten nach Hause fährt und der Mannschaft auch noch mit einem Tor und einer Vorlage helfen konnte.“
Aber kann das Top-Talent den Borussen auch am Dienstag im DFB-Pokal gegen Karlsruhe (20.45 Uhr/Sky) helfen? Nach knapp 70 Minuten musste Mohya in Stuttgart runter, hielt sich den Oberschenkel – angesichts der aktuellen Verletzungsmisere schrillten da bei vielen die Alarmglocken. Doch Mohya gab Entwarnung und will weiter glänzen: „Das war ein Eisbein, aber es geht mir gut, nach dem Spiel bin ich schon wieder zu den Fans gerannt, deswegen kann es ja nichts Schlimmes sein. Jetzt ist diese Negativität aus unseren Köpfen gelöscht, das gibt uns positive Energie für die nächsten Spiele.“