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Bundesliga: SV Elversberg mit Traumdebüt gegen Bayer Leverkusen

Sport

Lukas Petkov (8. Minute) und Cole Campbell (9.) mit einem Blitz-Doppelschlag sowie David Mokwa (46.) Sekunden nach Wiederanpfiff in Halbzeit zwei bescherten dem 59. Bundesliga-Klub der Geschichte einen am Ende noch dünnen 3:2 (2:0)-Sieg, weil das lange Zeit enttäuschende Leverkusen in der Schlussphase durch Patrik Schick (76.) und Christian Kofane (90.) noch gefährlich nah herankam.

Während die SVE gleich im ersten Bundesligaspiel jubeln darf, bekamen Leverkusen und sein neuer Trainer Carles Martinze dagegen am Samstag einige Hausaufgaben für die Saison 2026/27 mit auf den Weg ins Rheinland.

Mokwa, Onyeka, Petkov - Elversberg mit Chancen im Sekundentakt

Wer sich die Frage gestellt hatte, wie lange Elversberg brauchen würde, um in der Bundesliga anzukommen, bekam eine schnelle Antwort. Ziemlich genau 90 Sekunden. Da setzte sich Mokwa auf halblinks im Strafraum durch und wollte den in der Mitte lauernden Francis Onyeka bedienen. Doch die Leverkusener Leihgabe bekam nicht die Chance, aus kurzer Distanz einzuschießen, weil noch ein Abwehrbein dazwischen schoss.

Doch die Sache machte der SVE Mut. Während Leverkusen seine Struktur und Einstellung sucht, spielte Elversberg einfach Fußball. Nach einem schnellen Vorstoß durch die Mitte bediente Onyeka Campbell. Der Elversberger Rekodtransfer (5 Millionen Euro an Borussia Dortmund) zog ab. Bayer-Torwart Mark Flekken bekam noch die Fäuste dazwischen.

Bayer-Kapitän Tapsoba patzt vor den ersten Gegentoren

Die Gäste wussten überhaupt nicht, wie ihnen geschah, waren überhaupt nicht im Spie. Und das bestrafte die Mannschaft von Trainer Vincent Wagner eiskalt. Bayer-Kapitän Edmond Tapsoba verlor einen Zweikampf im Strafraum. Den Rückpass brachte Petkov aus 18 Metern im Tor unter - mit Hilfe der Hacke von Loic Badé. 1:0. Das erste Elversberger Bundesliga-Tor und das Saarland stand Kopf, um nicht mal eine Minute später endgültig zu explodieren.

Unter Druck spielte Tapsoba im Aufbau einen Fehlpass. Campbell schnappte sich den Ball, marschierte los und machte aus halblinks im Strafraum das 2:0. Neun Minuten gespielt. Leverkusen war komplett der Stecker gezogen. Mit Mühe verhinderten die Gäste das 3:0. Flekken parierte erneute gegen Onyeka. Malik Tillman blockte gleich zwei Nachschüsse. Da war 14 Minuten gespielt.

27 Sekunden bis zu Mokwas 3:0

Leverkusener Offensive? Fehlanzeige. Ein Kopfball von Badé nach Gutierrez-Freistoß (20.) und ein abgefälschter Freistoß von Aleix Garcia an die Latte (37.) waren die einzigen Bayer-Abschlüsse aufs Tor in Durchgang eins. Weil nämlich Elversberg auch defensiv seine Hausaufgaben machte und mit Leidenschaft im Block um den Strafraum herum verteidigte.

Euphorie zur Pause in Elversberg. Ratlosigkeit bei Leverkusen. Danach änderte sich auch in Durchgang zwei nichts. Denn es dauerte nach Wiederanpfiff gerade einmal 27 Sekunden, da stand es schon 3:0. Das Team von Trainer Carles Martinez verteidigte zu pomadig. Petkov hatte zu viel Platz und fand Mokwa, der den Ball aus kurzer Distanz über die Linie drückte.

Mokwa trifft, Mokwa klärt für Elversberg

Kurz darauf wurde Mokwa nochmal bejubelt, als er eine lange Freistoßflanke der Gäste per Fallrückzieher im eigenen Strafraum klärte. Und genau das war der Unterschied: Elversbeg war mit Begeisterung überall, Leverkusen verhaspelte sich ohne Energie in ein einer verkopften Spiel-Struktur.

Mit dem 3:0 und einer Menge Euphorie im Rücken ließ die SVE bei ihrem Bundesliga-Debüt lange nichts mehr anbrennen und kam erst in der Schluss-Viertelstunde ins Wackeln, nachdem Schick einen Maza-Schuss wunderbar mit der Hacke vom Elfmeterpunkt zum 1:3 ins Tor abgelenkt hatte.

Kofanes Anschlusstreffer kommt zu spät

Elversberg verlor ein bisschen den Faden und lief der Musik etwas hinterher. Schick (79.) zielte beim nächsten Abschluss deutlich drüber. Aber immerhin hatte das Martinez-Team jetzt Tor-Aktionen. Ibrahim Maza (86.) und Jarell Quansah (89.) setzten ihre Kopfbälle noch vorbei. Und dann schepperte es noch einmal: erste Quansahs nächster Kopfball an die Latte und dann Kofanes Abstauber zum 2:3.

Die Saarländer waren jetzt stehend K.o. - und durften am Ende doch erschöpft jubeln. Damit dürfte Aufsteiger am nächsten Samstag (05.09.2026) ziemlich gelöst in sein erstes Bundesliga-Auswärtsspiel bei Borussia Mönchengladbach gehen. Leverkusen und Trainer Martinez stehen nach der ernüchternden Leistung parallel Samstag um 15.30 Uhr dagegen gegen Union Berlin zu Hause schon richtig unter Druck.

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