DAX +0,48 % 26.126,30 Pkt 18:00:00 MDAX -0,26 % 32.426,33 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -0,15 % 6.476,98 Pkt 18:00:00 Dow Jones +2,56 % 54.537,82 Pkt 19:14:03 S&P 500 +1,82 % 7.738,54 Pkt 19:14:01 Nasdaq +2,14 % 26.468,79 Pkt 19:14:05 Nikkei +3,66 % 66.300,44 Pkt 08:45:02 Gold +5,03 % 4.301,60 USD 19:04:01 Silber +3,56 % 62,20 USD 19:04:03 Brent -0,30 % 79,12 USD 19:02:48 WTI -1,11 % 74,93 USD 19:04:05 Bitcoin +0,76 % 64.543,36 USD 19:14:00 EUR/USD +0,35 % 1,15470 USD 19:13:55 EUR/GBP +0,08 % 0,85770 GBP 19:14:03 EUR/CHF +0,02 % 0,93270 CHF 19:14:05 EUR/JPY +0,47 % 182,132 JPY 19:14:05

Bundesliga übernimmt neue WM-Regeln - das halten Trainer und Klubs davon

Allgemein

Deutschland übernimmt WM-Regeln Bei diesen Neuerungen ist die Bundesliga gespalten Von Jan Schultz 05.08.2026 - 15:16 UhrLesedauer: 3 Min. Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00 Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Die WM 2026 brachte mehrere Regeländerungen mit sich, die künftig teilweise auch in der Bundesliga gelten. Ein Stimmungsbild der Liga. Die Weltmeisterschaft 2026 ist in den Büchern, der Blick im schnelllebigen Fußballgeschäft geht längst voraus auf die anstehende Saison. Vom Turnier in den USA, Kanada und Mexiko bleibt im Ligaalltag dennoch etwas hängen. Denn von den neu eingeführten Regeln, die bei dem Großereignis erstmals Anwendung fanden, werden einige auch in der Bundesliga etabliert. So informierte die Liga Anfang Juli, dass im Sinne der Bekämpfung des Zeitspiels die Unterbrechungszeiträume reduziert werden sollen. Das heißt: Bei Abstößen und Einwürfen dürfen die Schiedsrichter künftig einen Fünf-Sekunden-Countdown starten, Spielerwechsel müssen binnen zehn Sekunden vollzogen werden, und Behandlungspausen ziehen unter gewissen Umständen eine einminütige Auszeit für den behandelten Profi nach sich. Der VAR darf bei Gelb-Roten Karten künftig zudem die zweite Gelbe überprüfen. Im Video | Bundesliga und mehr: Welche Abos lohnen sich? Player wird geladen Schuster wirbt für mehr Nachspielzeit Gerade die Maßnahmen zur schnelleren Spielfortsetzung erfreuen das Gros der Bundesliga-Trainer, wie eine Umfrage von t-online unter den Erstligaklubs zeigt. Die daraus resultierende Steigerung der Netto-Spielzeit erhöhe die Attraktivität und tue dem Spiel gut, so der Konsens. Freiburg-Coach Julian Schuster sieht es hingegen anders. "Zu viele kleine Eingriffe in den Spielablauf, die jeder Schiedsrichter wieder individuell auslegt, sind für mich nicht der richtige Ansatz", sagt er. "Ich bin ein Freund davon, dass Zeitspiel einfach konsequent nachgespielt wird." Bei der Neuerung rund um die Behandlungspausen zeigen sich die gemischten Gefühle innerhalb der Bundesliga noch klarer. Hoffenheims Trainer Christian Ilzer nennt eine Einschränkung: "Wichtig ist, dass dabei echte Verletzungen nicht benachteiligt werden. Spieler dürfen niemals aus Angst vor einer Zwangspause notwendige medizinische Hilfe hinauszögern." Er appelliert, "dass Schiedsrichter und Ärzte gemeinsam mit gesundem Menschenverstand handeln". Bei zwei Regeln gehen die Meinungen deutlich auseinander Zuspruch erhält der Österreicher von seinem Landsmann Adi Hütter, der im Sommer nach Frankfurt zurückgekehrt ist. "Vielleicht müsste man unterscheiden zwischen echten Verletzungen, die eine Behandlung notwendig machen, und Situationen, in denen Spieler eine Verletzung nur simulieren, um Zeit von der Uhr zu nehmen", sagt der SGE-Trainer. Andere Übungsleiter erachten die Regelung wiederum als angemessen und heben die klaren Vorgaben für alle Beteiligten hervor. Offen blieb zunächst, ob das Verdecken des Mundes in der konfrontativen Kommunikation mit Gegenspielern in Bundesliga-Spielen künftig Platzverweise nach sich zieht. Ende Juli entschieden sich DFB, DFL und die Bundesliga-Klubs schließlich dagegen. Stattdessen wird eine solche Aktion mit einer Gelben Karte geahndet. Die Vereine sind hier geteilter Meinung. Sebastian Lange, Geschäftsführer Sport bei Aufsteiger Paderborn, sagt: "Es ist kaum zu beweisen, was ein Spieler mit der Hand vor dem Mund wirklich gesagt hat." Rote Karten für solches Verhalten wären "immer auch Vermutungs-Entscheidungen". Mehrere Trainer erachten die Regelung als sinnvoll, schätzen den Grundgedanken, damit ein respektvolleres Miteinander zu etablieren. Freiburgs Schuster, bis vor zehn Jahren selbst noch Profi, merkt aber auch an: "Ich habe in Deutschland noch nicht wahrgenommen, dass Lippenleser Teil der Berichterstattung sind und Hand vor dem Mund ein großes Thema ist." Eine Flut an Karten erwartet er daher nicht. Bundesliga führt keine verpflichtenden Trinkpausen ein Ein Streitthema der WM waren unterdessen die Trinkpausen, die bei allen 104 Spielen unabhängig von der Außentemperatur, der Uhrzeit und etwaiger klimatisierter Stadien Anwendung fanden. Eine generelle Einführung in deutschen Wettbewerben ist nicht angedacht, vielmehr behält die bestehende Regelung Bestand. "In den Lizenzligen wird über Trinkpausen weiterhin je nach Wetterlage situativ entschieden", teilte die Bundesliga auf Anfrage von t-online mit. Loading... Loading... Loading... Obwohl die Unterbrechungen als Erfrischungspausen bei Spielen in der Hitze gedacht sind, dürfen Trainer der beteiligten Mannschaften diese auch für einen anderen Zweck nutzen. "In solchen Pausen ist es den Trainern gestattet, den Spielern taktische Hinweise zu geben", bestätigte Alex Feuerherdt, Leiter Kommunikation und Medienarbeit der DFB-Schiedsrichter. Nach Meinung der Bundesligisten haben die Entscheidungsträger beim Umgang mit den Trinkpausen den richtigen Ansatz gewählt. Bei hohen Temperaturen sei dies im Sinne des Schutzes der Spieler immer ein angebrachtes Mittel. Mehrere Trainer betonen auch, dass die Möglichkeit für taktische Eingriffe spannend sei, am Ende sollte man allerdings "nicht zu viel am Fußball herumdoktern", wie Schuster betont.

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