DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin +0,08 % 64.364,85 USD 09:15:18 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Bundesspitze schaltet Kommission im Streit mit NRW

Nation

Hintergrund ist ein interner Machtkampf in der NRW-AfD, der sich zu einem Konflikt mit der Bundesspitze ausweitete. Der Landesverband ist seit langem in ein eher gemäßigt auftretendes Lager rund um Landeschef Vincentz und ein weiter rechts stehendes Lager um den Bundestagsabgeordneten Helferich gespalten. Eskaliert war der Konflikt am Wochenende beim Parteitag in Marl zur Wahl der Kandidaten für die nächste Landtagswahl. Das rechte Lager warf dem Vincentz-Flügel vor, nicht alle Parteiströmungen zu berücksichtigen und verließ am Freitag aus Protest den Saal. Die AfD-Bundesvorsitzenden Weidel und Chrupalla verlangten einen Abbruch des Parteitags. Sie befürchten offenbar den Ausschluss von der Landtagswahl nächstes Jahr. Hintergrund sind demnach "übereinstimmende Schilderungen", wonach stimmberechtigte Delegierte bedroht oder erheblich unter Druck gesetzt worden seien. "Operation Filibuster" in Marl Eine Gruppe von Delegierten hatte die "Operation Filibuster" gestartet. Als Filibuster wird eine Taktik bezeichnet, mit der durch andauernde Reden die Beschlussfassung in einem Parlament verhindert werden soll. Beim AfD-Parteitag funktionierte das so, dass für Listenplatz 22 plötzlich mehr als 90 Kandidaten nominiert wurden. Jedem von ihnen standen acht Minuten Redezeit zu, was zu Verzögerungen führte. Im Bundesvorstand der Partei wird nun Berichten zufolge darüber nachgedacht, Vincentz und den nordrhein-westfälischen Landesvorstand des Amtes zu entheben. Der Politikwissenschaftler Wolfgang Schroeder hatte die ereignisse als "zutiefst ungewöhnlich" für das Parteienwesen in Deutschland bezeichnet. Es handele sich um eine offene Feldschlacht, mit Bedrohungen und Diffamierungen, an deren Ende nur noch juristische Auswege stünden, sagte der Wissenschaftler der Universität Kassel im Deutschlandfunk . Innerhalb der AfD gebe es eine permanente Kampflage, in der keiner dem anderen etwas gönne. Das frühere Mitglied der SPD-Grundwertekommission führte aus, zusammengehalten werde die AfD derzeit vor allem durch den Außendruck, also durch die Kampagnen gegen sie. Mehr zum Thema AfD-Landesparteitag in Marl - Listenaufstellung für NRW-Wahl 2027 wirft Fragen auf (Audio) Diese Nachricht wurde am 20.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

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