Bundesumweltminister Schneider besucht Ukraine: Wiederaufbau im Fokus
Mit einer Wirtschaftsdelegation aus der Green-Tech-Branche sowie dem Staatssekretär im Bauministerium, Sören Bartol, ist Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) zu einem mehrtägigen Besuch in der Ukraine eingetroffen. Im Mittelpunkt der Reise steht der Wiederaufbau der durch den russischen Angriffskrieg zerstörten Infrastruktur. Schneider will mit ukrainischen Vertretern aus Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft ausloten, wie eine klimafreundliche und widerstandsfähige Erneuerung gelingen kann. Investoren-Treffen zu grüner Technologie Auch die Beteiligung deutscher Unternehmen soll dabei eine Rolle spielen. Gemeinsam mit seinem ukrainischen Amtskollegen Oleksandr Krawtschenko will der Minister zudem ein Investorentreffen zum Thema grüne Technologien ausrichten. Zu Beginn seines Besuchs wird Schneider am Michaelsplatz in Kiew der gefallenen Soldaten gedenken. Anschließend trifft er mehrere Regierungsmitglieder, darunter den Wirtschaftsminister. Schäden an Tschernobyl-Schutzhülle Ein weiteres Thema der Reise ist die Lage der ukrainischen Kernkraftwerke. Schneider will sich auch über den Zustand des havarierten Reaktors in Tschernobyl informieren. Dessen Schutzhülle war Anfang 2025 durch einen Drohnenangriff beschädigt worden. Für eine Reparatur werden mindestens 500 Millionen Euro benötigt. Angestrebt wird eine internationale Kofinanzierung, an der sich EU und G7-Staaten maßgeblich beteiligen sollen. Auch der EU-Beitrittsprozess der Ukraine, die seit 2022 Beitrittskandidat ist, soll bei den Gesprächen eine Rolle spielen. Mit Informationen von Dominic Hebestreit, ARD-Hauptstadtstudio