Burda: Medienunternehmen plant Verkauf der Reiseplattform Holidaycheck
Düsseldorf, Frankfurt. Das Medienunternehmen Burda plant den Verkauf der Reisebuchungs- und Bewertungsplattform Holidaycheck. Das erfuhr das Handelsblatt aus Unternehmens- und Finanzkreisen. Demnach hat Burda die Investmentbank Raymond James mit der Suche nach einem Käufer beauftragt. Der Verkauf soll sich noch in einem frühen Stadium befinden, über das Volumen sind keine Details bekannt. Von Burda selbst hieß es auf Anfrage des Handelsblatts, dass Vorstand und Verwaltungsrat entschieden hätten, das Equity-Portfolio strategisch neu aufzustellen und bestehende Beteiligungen zu prüfen. „Um die finanziellen Mittel für neue Investitionen zu schaffen, sind Verkäufe eine Option“, sagte eine Sprecherin. Einzelne Prozesse kommentiere man nicht. Burdas Verwaltungsratschef Marc Al-Hames hatte im Interview mit dem Handelsblatt im März bereits angekündigt: „Wir müssen unser Portfolio für eine KI-Zukunft aufstellen und dafür ab einem gewissen Punkt auch Mittel freisetzen.“ Es gebe aber keine „Verkaufsliste“, sagte er. Von 2020 bis 2023 war Al-Hames Vorstandsvorsitzender der Holidaycheck Group. Holidaycheck zählt zu den bekanntesten Online-Reisebuchungsportalen Deutschlands. Eigenen Angaben zufolge hatte das Portal im zweiten Halbjahr 2025 monatlich rund zwölf Millionen Nutzerinnen und Nutzer. Die Seitenaufrufe beliefen sich auf 166 Millionen. Das Unternehmen beschäftigt rund 350 Mitarbeitende, Hauptsitz ist in Bottighofen in der Schweiz. Über das Portal können Pauschalreisen, Hotels und Mietwagen gebucht werden.